Oberösterreichische Frauen verdienen 12.000 Euro weniger
OÖ/LINZ. Der AK-Frauenmonitor zeigt, dass Oberösterreicherinnen mehr als ein Drittel weniger verdienen als Oberösterreicher.

Der mittlere Monatsverdienst einer oberösterreichischen Arbeitnehmerin ist 1660 Euro brutto. Das sind 37,5 Prozent weniger Lohn als bei einem Arbeitnehmer. Ein Grund dafür ist die hohe Anzahl an Frauen, die nur Teilzeit arbeiten. Der Hauptgrund dafür: die Kinderbetreuung. Für Betreuungstätigkeiten wenden Frauen wöchentlich rund 52 Stunden auf, mit Kochen und Putzen sind es 68. Männer kommen auf 37 Stunden. „Wir sehen in der Beratung, dass viele Frauen in die Geringfügigkeit oder in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden“, kritisiert AK OÖ-Vizepräsidentin Elfriede Schober die mangelnde Verfügbarkeit von Kinderbetreuungseinrichtungen.
Bedarfserhebung gefordert
Daher spricht sich Schober auch gegen die Gebühren für die Nachmittagsbetreuung in den oberösterreichischen Kindergärten aus. „Was wir dringen brauchen ist eine Rücknahme.“ Zudem fordert sie eine umfassende, objektive Bedarfserhebung: Nur rund ein Drittel der Betroffenen hätte die Möglichkeit gehabt an einer Bedarfserhebung überhaupt teilzunehmen.
Dienstleistungsjobs dominieren
Doch selbst bei einer Vollzeittätigkeit verdienen Frauen 12.000 Euro pro Jahr weniger - und dies obwohl die Frauen ihre männlichen Kollegen in Punkto Ausbildung schon überrundet haben. Im Gegensatz zu Männern arbeiten Frauen öfters im schlechter bezahlten Dienstleistungs- oder Sozialbereich. „Dass ich eine Akademisierung der Berufe habe, heißt noch nicht automatisch, dass das mit mehr Einkommen einher geht“, so AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer, speziell auch hinsichtlich der Sozialberufe.


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