Jugendliche vor der großen Entscheidung: Wohin im Dschungel der Ausbildungsmöglichkeiten?

Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 19.11.2018 14:18 Uhr

OBERÖSTERREICH. Welche Ausbildungsform ist die richtige – Lehre, Matura oder Studium? Soll ein möglichst schneller Einstieg ins Berufsleben erfolgen und Geld verdient werden oder hat das noch Zeit? Und, welche Interessen und Begabungen bringe ich mit und welche Wege muss ich begehen, um ans Ziel, meinen Traumberuf, zu kommen?

Infoabende in Höherbildenden Schulen, Karrieremessen und Tage der offenen Türen. Für Jugendliche aber der 7. Und 8. Schulstufe werden zahlreiche Möglichkeiten geboten, um sich ein Bild von zukünftigen Arbeitgebern und weiterführenden Schulen zu machen. Hat man bereits ein geeignetes Ziel vor Augen, sind diese Veranstaltungen ideal, um sich ein detailliertes Bild zu machen. Doch viele Jugendliche sind noch unsicher oder wissen noch gar nicht recht, wo die Reise nach der Pflichtschule hinführen soll. 

Kostenlose Potenzialanalyse kann als Wegweiser dienen

Seit September 2015 profitieren Jugendliche in Oberösterreich von der kostenlosen Potenzialanalyse. Diese fördert die Zufriedenheit der Jugendlichen mit der gewählten Ausbildung, reduziert dadurch die Abbruch-Wahrscheinlichkeit um 50 Prozent und halbiert somit in Oberösterreich die Folgekosten von Bildungsfehlentscheidungen in Höhe von 70 Mio. Euro jährlich. Diesen großen Erfolg und weitere Vorteile der gemeinsamen Förderaktion des Wirtschaftsressorts des Landes OÖ und der Wirtschaftskammer Oberösterreich zeigt eine aktuelle Studie durchgeführt durch das Institut für statistische Analysen Jaksch und Partner auf.

Zusätzliche Infos und mehr Selbstvertrauen gefunden

Laut dieser Studie konnten sich 80 Prozent der Jugendlichen im Zuge der Potenzialanalyse einen Überblick über das zu ihren Interessen und Begabungen passende Ausbildungsangebot verschaffen und wussten besser darüber Bescheid, welche Ausbildungsmöglichkeiten es gibt. Bei rund 70 Prozent leistete die Potenzialanalyse Orientierung, indem sie Klarheit darüber brachte, welche Ausbildungswege zu den persönlichen Stärken und Neigungen passen und ebenso rund 70 Prozent gaben an, durch die Potenzialanalyse auf Ausbildungsmöglichkeiten neugierig geworden zu sein und durch die Beratung mehr Selbstvertrauen bekommen zu haben.

Rund Dreiviertel der Schüler nutzen Angebot bereits

Die Potenzialanalyse bewirkt, dass die Schul- und Ausbildungswahl nicht von „Zufällen“ geprägt wird und genau diesem Umstand wirkt die Potenzialanalyse entgegen. „In den letzten drei Jahren haben insgesamt rund 30.000 Schülerinnen und Schüler bzw. im Schnitt rund Dreiviertel eines Jahrganges dieses Angebot genutzt. Auch in diesem Schuljahr haben bereits nach nur zwei Monaten knapp 90 Prozent der Neuen Mittelschulen, ihre Schüler der 8. Schulstufe zu den Testungen und Beratungsgesprächen der Potenzialanalyse angemeldet. Rund ein Viertel der Allgemeinbildenden höheren Schulen haben sich im laufenden Schuljahr bereits an der Aktion beteiligt,“ freut sich WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer über diese sensationelle Inanspruchnahme.

35 Millionen für Bildungssystem in Oberösterreich jährlich gespart

„Wenn aufgrund der flächendeckenden Teilnahme eines Altersjahrgangs an der Potenzialanalyse die Anzahl der “falschen„ Bildungsentscheidungen um die Hälfte reduziert wird, sparen wir damit in Oberösterreich jährlich Kosten von rund 35 Mio. Euro und sind stolz, dass unsere Förderaktion so ein großer Erfolg ist“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl.

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