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Arbeiterkammer Linz holte 2018 durch Interventionen und vor Gericht 32 Millionen Euro für Mitglieder

Karin Seyringer, 08.03.2019 16:05

LINZ. Bilanz über ihre Arbeit im Jahr 2018 zog die Arbeiterkammer Linz: Knapp 96.500 AK-Mitglieder wurden arbeits- und sozialrechtlich beraten, über 32 Millionen Euro durch Intervention oder vor Gericht für Betroffene zurückgeholt.

AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer Foto: Florian Stöllinger/AKOOE
AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer Foto: Florian Stöllinger/AKOOE

„Das ist eine Zahl, die uns nicht stolz macht, sondern eher ein Zeichen, dass es viele Dinge gibt, wo Menschen ohne die AK nicht zu ihrem Recht kommen“, so AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer.

Oberösterreichweit wandten sich 2018 fast 310.000 Mitglieder an die AK, knapp 102 Millionen Euro wurden erkämpft. In der Arbeiterkammer Linz alleine beläuft sich die Summe auf 32 Millionen Euro.

Verstärkt Unterstützung im Sozialrecht

Vor allem im Bereich Sozialrecht (Reha-Geld, Pensionen, Pflegegeld-Streitigkeiten) sei der Betrag gestiegen, erläutert Kalliauer. „Das sind Streitigkeiten, die nicht nur ehemalige Mitglieder betreffen, sondern auch Angehörige“.

So konnte 2018 beispielhaft ein Fall geklärt werden, bei dem der Mutter eines Arbeitnehmers aus Linz eine Erhöhung ihres Pflegegeldanspruchs von Stufe 1 auf Stufe 2 abgelehnt wurde. Im Zuge einer durch die AK Linz eingebrachten Klage stellte ein Gutachten gar Pflegegeldanspruch der Stufe 3 bei der 80-jährigen fest. „Das ist kein Einzelfall“, so Helga Kempinger, Leitern AK-Rechtsschutz Linz.

Am meisten beschäftigt waren die Rechtsexperten mit dem Arbeitsrecht und hier mit Fragen zu Entgelt und zum Ende eines Arbeitsverhältnisses. Die erstrittenen Beträge variierten von 52 Euro brutto bis zu 120.000 Euro brutto in einem anderen Fall.

AK-Zukunftsfonds im Zeichen der Digitalisierung

Neu ist der AK-Zukunftsfonds, bei dem vor allem dem digitalen Wandel Rechnung getragen wird: In den nächsten fünf Jahren wird die AK in Oberösterreich 30 Millionen Euro in die Hand nehmen, um dahingehende Projekte zu fördern - jährlich sechs Millionen Euro. Der AK-Zukuftsfonds „Arbeit-Menschen-Digital“ fördert so Projekte, die mit der Digitalisierung zu tun haben und direkt den Beschäftigten in den Betrieben zugute kommen, wie Aus- und Weiterbildungsprogramme oder Mitbestimmung bei Schicht- und Dienstplänen durch digitale Instrumente.

Stark beschäftigt war und ist die Arbeiterkammer auch mit der Registrierung der Beschäftigten in Gesundheitsberufen - diese ist seit 1. Juli 2018 verpflichtend. Im Bezirk Linz registrierte die AK als zuständige Behörde insgesamt 7.640 Personen, oberösterreichweit wurden rund 26.000 Beschäftigte bei der Registrierung durch die AK betreut.


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