Schwerpunktoffensive für "OÖ als Land der erneuerbaren Energien"
Linz. Als „Land der erneuerbaren Energien“ hat OÖ seine energiepolitischen Ziele mit einer Schwerpunktoffensive neu ausgerichtet. Mit positiven Rahmenbedingungen, sowie Förderimpulsen und Beratungen soll von Seiten des Landes OÖ unterstützt werden.

Seit 2005 haben die erneuerbaren Energieträger in OÖ um 30 Prozent zugelegt. 67 Prozent der Stromerzeugung bzw. 90 Prozent des in OÖ erzeugten erneuerbaren Stroms kommen aus Wasserkraft. Neben den 30 Großkraftwerken gibt es 686 als Ökostromanlagen anerkannte Kleinwasserkraftwerke. Derzeit gibt es etwa 27.000 netzgekoppelte Photovoltaik-Anlagen. Der Zuwachs in den letzten Jahren verlief rasant, viel Potenzial steckt in der Photovoltaik.
Photovoltaik hat viel Potenzial
„Dazu sollen auf möglichst vielen Dächern und Gebäuden PV-Anlagen installiert werden um Strom aus Sonnenkraft zu nutzen. Um diese sehr große Menge an Sonnenstrom aufbringen zu können, werden wir auch große Freiflächenanlagen z.B. auf Deponie-, Gewerbe- oder Verkehrsflächen benötigen“, erklären Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Markus Achleitner. „Damit dies gelingen kann, liegt es auch am Bund, mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen und einen sinnvollen Mix an erneuerbaren Erzeugungsanlagen zu fördern“, so Landeshauptmann Stelzer.
Energie-Leitregion OÖ 2050
Mit der Energiestrategie „Energie-Leitregion OÖ 2050“ hat Oberösterreich seine energiepolitischen Ziele neu ausgerichtet: „Damit will sich Oberösterreichs als internationale Energie-Leitregion für erneuerbare Energien und Energieeffizienz etablieren - also in Bezug auf den Einsatz erneuerbarer Energien und die überdurchschnittliche Verbesserung der Energieeffizienz sowie bei der Anwendung neuer Technologien und als internationaler Technologieführer in ausgewählten Kernbereichen der Energie- und Umwelttechnologie“, unterstreichen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.
Prognosen
Laut Prognosen wird für Oberösterreich im Jahr 2030 ein Strombedarf von 20,2 TWh und für die angestrebten bis zu 97 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien eine zusätzliche Stromerzeugung von 9 TWh aus erneuerbaren Quellen abgeschätzt. „Dies ist nur erreichbar, wenn alle möglichen Potentiale an erneuerbaren Stromquellen auch bestmöglich ausgeschöpft werden“, so Stelzer und Achleitner. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Gesamtenergieverbrauch beträgt etwa 31 Prozent. Biomasse ist anteilsmäßig die größte Gruppe, gefolgt von der Wasserkraft, Sonne/Umgebungswärme, Wind und Geothermie.


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