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Online Redaktion, 09.05.2019 16:51

OÖ. Bildung ist einer der entscheidenden Schlüsselfaktoren für die heimische Industrie. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat die Sparte Industrie der WKOÖ ein Ziel- und Maßnahmendreieck für die Bildungsstrategie 2030 definiert.

Die Industrie sucht Nachwuchs Symbolfoto: Volker Weihbold
Die Industrie sucht Nachwuchs Symbolfoto: Volker Weihbold

„Wir müssen den Bildungsstandort Oberösterreich mit verschiedenen Maßnahmen weiter stärken. Nur wenn die Bildungskette qualitativ und quantitativ passt, bleiben wir nachhaltig wettbewerbsfähig“, so Spartenobmann Günter Rübig.

Die drei Haupt-Handlungsfelder für die Bildungsstrategie 2030 sind MINT-Arbeitskräftepotential, Duale Ausbildung und Digitalisierung/Internationalisierung.

Früh für Technik begeistern

So müsse schon früh angesetzt werden, um junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, zudem solle der Berufsorientierung dahingehend ein neuer Stellenwert gegeben werden. „Es wird immer schwieriger, gut ausgebildete Pflichtschulabgänger für eine Lehre zu gewinnen“, so Rübig. So würden in der Industrie in den nächsten drei bis fünf Jahre rund 1.200 zusätzliche Lehrlinge gebraucht werden. Die Sparte Industrie fordert auch, Bildungseinrichtungen mit Technikschwerpunkten wie HTLs oder Studienangebote an FHs und Unis auszubauen. „Viele verlassen Oberösterreich, um woanders ein MINT-Studium zu beginnen, wenige kehren danach zurück,“ so Rübig. 

Berufsbildung an Digitalisierung anpassen

Um die Qualität der Ausbildungen zu erhalten und weiterzuentwickeln sowie an die Erfordernisse der Digitalisierung anzupassen, sei es nötig, die Ausbildungsinhalte regelmäßig anzupassen, so auch Rudolf Mark, Bildungssprecher der Sparte Industrie. Aber auch Sprachkenntnisse oder interkulturelle Kompetenzen seien für Oberösterreich als Exportbundesland Nr. 1 von enormer Wichtigkeit. „Die Fremdsprachenkompetenzen sind laut Angabe der Industriebetriebe in den letzten Jahren gesunken, das ist ein Alarmzeichen“, so Mark.

Duale Ausbildung stärken – Image der Lehre aufbessern

Die duale Ausbildung  in Österreich wird als Erfolgsmodell verbucht – aber auch diese müsse weiterentwickelt werden. So müsse die Attraktivität der Lehre gefördert werden, das Image aufgebessert. Mit der Dualen Akademie, initiiert von der WKOÖ, gebe aus auch eine neue Form der dualen Ausbildung zugeschnitten auf AHS-Maturanten. „Der Bedarf seitens der Industrie ist vorhanden und den AHS-Maturanten bietet sich eine weitere Ausbildungsmöglichkeit.“


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