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LINZ/OÖ. Die Grünen aus Oberösterreich präsentierten am Beginn der Woche die bei der Landesversammlung gewählte Landesliste für die Nationalratswahl am 29. September. 

(V.r.) Stefan Kaineder, Leonore Gewessler, David Stögmüller und Agnes Sirkka Prammer. Foto: Grüne OÖ

Spitzenkandidat der Grünen OÖ wurde der aus Kirchschlag stammende Stefan Kaineder, der sich als einziger für diese Position bewarb. Bereits vor zwei Wochen gab er seine Kandidatur bekannt. „Für die Grünen öffnet sich jetzt die Riesenchance auf einen parlamentarischen Neustart. Die Chance wollen und werden wir wahrnehmen. Als stellvertretender Bundessprecher habe ich gemeinsam mit Werner Kogler schon bisher intensiv an der Neuaufstellung der Bundesgrünen gearbeitet. Dass ich nun auch mit meiner Spitzenkandidatur hier Veranwortung übernehme ist nur konsequent und war auch der Wunsch von Werner Kogler“, so Kaineder. 

Gewessler: „Mensch und Umwelt ins Zentrum stellen“

Auf Platz zwei wurde die Klimaschutz-Expertin Leonore Gewessler gewählt. Sie war bis 2019 politische Geschäftsführerin von Global 2000 und Vorstand von Friends of the Earth Europe.  “Die nächsten zehn Jahre sind für den Klimaschutz politisch ausschlaggebend und auch in Österreich stehen parlamentarische Weichenstellungen an. Beim Kampf  gegen Klimaschutz-Dumping über Handelsverträge wie Mercosur oder beim Einsatz für ein umfassendes Erneuerbare-Energie-Ausbau-Gesetz, trete ich an um Mensch und Umwelt ins Zentrum von Politik zu stellen“, so Gewessler. 

Stögmüller auf Platz drei 

Der dritte Platz auf der grünen Landesliste geht an David Stögmüller, der die vergangenen zwei Jahre bereits in Wien im Bundesrat tätig war. „Ich werde weiter stark auf mein vorrangiges Themengebiet der Kontrolle setzen, wie ich es in den vergangenen rund zwei Jahren intensiv gemacht habe. Ich habe mehr als 150 parlamentarische Anfragen gestellt, um den Mächtigen auf die Finger zu schauen und um Skandale und Steuergeldverschwendungen in den Medien aufzudecken. Das sit eine Arbeit, die es in Zeiten des Ibiza-Videos, des BVT_ und des Eurofighter-Skandals mehr denn je braucht. Diese Arbeit möchte ich im Nationalrat mit meinen Kompetenzen und Erfahrungen fortsetzen“, sagt der Listendritte. 

Vierter Platz wird mit Menschrechtsexpertin besetzt 

Agnes Sirkka Prammer nimmt Platz vier der Landesliste ein. Sie ist seit 2018 als politische Referentin bei Landesrat Rudi Anschober tätig. „Als Menschenrechtsexpertin trete ich an gegen eine Politik, die Gesetze gegen bestimmte Gruppen von Menschen macht, anstatt für alle gleiche Verhältnisse zu schaffen. Gegen eine Politik, die die Armut der Betroffenen verschärft, statt sie zu lindern. Eine Politik, die die Gesundheit der Menschen gefährdet, statt sie zu schützen“, betont Prammer. 


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