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Derzeit leben in Oberösterreich rund 22.000 Demenzerkrankte. Bis 2050 soll sich auf Basis der demographischen Entwicklung diese Zahl verdoppeln. Um sich auf diesen Anstieg vorzubereiten, informierte sich Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer bei zwei Vorzeigeprojekten in Kärnten.

  1 / 15   Hubert Stotter (Diakonie De La Tour), Daniela Palk (Diakoniewerk Österreich), Kärntens LH-Stv. Beate Prettner, Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer, Christine Stotter (Atelier De La Tour) und Johann Stroblmair (Diakoniewerk OÖ) (v.l.). Foto: LandOÖ/ Stinglmayr

„Demenzerkrankungen sind auf dem Vormarsch, deshalb müssen wir jetzt überlegen, wie wir mit Demenzerkrankten umgehen“,stellt Birgit Gerstorfer fest. Mit Vertretern des Diakoniewerks besuchte sie in Kärnten zwei Vorzeigeprojekte. Im neu errichteten „MaVida-Park“ in Velden am Wörthersee ist verstärkt auf die architektonischen Bedürfnisse demenzerkrankter Bewohner eingegangen worden. So finden sich im gesamten Gebäude keine Sackgassen und alle Gänge führen zu zentralen Punkten, die mit Pflegepersonal besetzt sind.

Drei-Welten-Modell

Im Haus St. Peter in Klagenfurt wird hingegen auf ein strukturiertes 3-Welten-Modell gesetzt. Je nach Schwere der Demenz leben hier Patienten in einem ähnlichen Stadium der Erkrankung gemeinsam auf einem Stock. „Wir sind gefordert, Strukturen aufzubauen und die bestehenden Strukturen neu zu vernetzen“, fordert DanielaPalk vom Diakoniewerk Österreich.

Servicestellen ausbauen

„Ob wir je in Oberösterreich solche Häuser haben werden? Es wäre wünschenswert“, hält Birgit Gerstorfer fest. Auf jeden Fall habe sie „viele gute Ideen mit zurück nach Oberösterreich genommen. Wir dürfen dabei aber nicht auf die pflegenden Angehörigen vergessen. Als ersten Schritt werden wir die Demenzservicestellen bis 2020 ausbauen.“


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