XXXLutz setzt Planungen für den Standort an der Donau nun doch fort

Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 19.09.2019 12:38 Uhr

LINZ. Am Donnerstag im Morgengrauen gab es doch noch grünes Licht für den XXXLutz-Neubau an der Linzer Hafenstraße, nachdem es ein Treffen zwischen Bürgermeister Klaus Luger, Planungsreferent Markus Hein und den Bossen von Raiffeisen-Landesbank und XXXLutz gab.

In der Vorwoche sorgte die Meldung von XXXLutz noch vor Aufregung, doch nicht an die Hafenstraße zu ziehen und stattdessen das jetzige Gebäude am Europaplatz auszubauen – Tips berichtete.

Städtebaulichen Empfehlungen werden umgesetzt

„Auch die meisten Empfehlungen der städtebaulichen Kommision werden auch umgesetzt“ ist Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) mit der erzielten Lösung zufrieden. Abstriche von Seitens der Stadt gibt es etwa bei der Vorgabe, eine Sichtachse auf die Donau zu errichten. „Das wäre irrelevant gewesen, weil gleich dahinter das Stadion von Blau Weiß Linz stehen wird“, so Hein.

Dafür wird nun die Planung für das Stadion sowie das Möbelhaus gemeinsam durchgeführt.

Adaptiertes Projekt wird im Dezember präsentiert

Im Dezember will XXXLUtz das adaptierte Projekt im Linzer Gestaltungsbeirat präsentieren.

Grüne: „Absage an die Interessen der Bevölkerung“

Dass der XXXLutz nun doch wieder an der Donaulände bauen will, ist für die Linzer Grünen eine stadtplanerische Fehlentscheidung und eine Absage an die Interessen der Bevölkerung sowie des Umweltschutzes. „Obwohl die städtebauliche Kommission die Errichtung eines großen Möbelhauses an der Hafenstraße als ungeeignet bezeichnet, treibt der Bürgermeister in Geheimverhandlungen den Lutz-Neubau voran und will sich somit über die Empfehlungen der Experten hinwegsetzen. Das ist unfassbar und zeigt seine Geringschätzung gegenüber der Meinung der Fachleute“, zeigt Klaus Grininger, Stadtplanungs- und Bezirkssprecher der Grünen Linz, auf.

30.000 m² Verkaufsfläche geplant

„Das Möbelhaus wird 30.000 m² Verkaufsläche haben, das ist Irrsinn an dem Standort. Wer braucht so ein gigantisches Möbelhaus mitten in der Stadt?“, betont NEOS-Gemeinderat Lorenz Potocnik. Zum Vergleich: Der Linzer Hauptplatz hat eine Fläche von rund 13.000 m², das Linzer Passage auf der Landstraße 25.000 m².

 

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