WKOÖ: Reformkurs weiter fortführen

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Victoria  Preining Victoria Preining, Tips Redaktion, 21.01.2020 14:43 Uhr

OÖ. Geht es nach der Wirtschaftskammer Oberösterreich und Präsidentin Doris Hummer, so sei es die Aufgabe der neue türkis-grünen Bundesregierung, den Reform- und Entlastungskurs fortszusetzen. 

Für eine Weiterführung dieses Kurses habe sich Hummer bereits bei den vorausgegangenen Koalitionsverhandlungen, deren Teil die WKOÖ-Präsidentin war, eingesetzt. Mit den erreichten Punkten im Regierungsprogramm zeigt sich Hummer jedenfalls zufrieden. Konkret bezieht sich die WKOÖ-Präsidentin dabei auf folgende Punkte des Programms: Die Reduktion der Einkommenssteuerlast, die Senkung der Körperschaftssteuer, die Ausweitung des Gewinnfreibetrages, die Erhöhung der Freigrenze für geringwertige Wirtschaftssgüter, die Senkung des GmbH-Mindestkapitals, die Entlastung von Bürokratie durch das Prinzip „once only“ bei statistischen Meldungen und Beraten statt Strafen, eine Reduktion von Golden Plating und die Weiterentwicklung der Rot-Weiss-Rot Karte. 

„Das Programm der neuen Bundesregierung trägt die Handschrift der Wirtschaft. Jetzt müssen die geplanten Reformen schnellstmöglich umgesetzt werden, um den Standort nachhaltig abzusichern. Denn in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten stehen Entlastung und Planungssicherheit ganz oben auf der Prioritätenliste der Unternehmen“, so Hummer im Rahmen der Jahresauftakt-Veranstaltung für die Funktionäre der WKO Oberösterreich.

Desweiteren sei es laut der WKOÖ-Präsidentin nun wichtig, Anreize zu schaffen, um die Investitionstätigkeit anzukurbeln. Eine mögliche Maßnahme sei etwa das Schaffen eines Investitionsfreibetrags in Höhe von 20 Prozent auf Investitionen in maschinelle Anlagen, immaterielle Wirtschaftsgüter sowie auf Sanierungen und Umbauten bei Gebäuden.

Ein Investitionsfreibeitrag von 30 Prozent für die Anschaffung/Herstellung von energieeffizienten Neubauten und thermischen Gebäudesanierungen könne außerdem ein Anreiz sein, um Investitionen in den Klimaschutz zu tätigen. 

Auch dem Schwerpunkt der Bundesregierung betreffend Klimaschutz, Ressourcenschonung und Ökologisierung könne Hummer viel abgewinnen: „Vor allem, weil unsere familiengeführten Klein- und Mittelbetriebe immer schon nachhaltig wirtschaften und wir mit unserer Industrie über viele Technologieführer und Anbieter innovativer Lösungen im Bereich Umwelt- und Kreislaufwirtschaft, aber auch Vorreiter in Sachen CO2 Reduktion verfügen.“

Standort-Masterplan: Fünf Ziele für 2020

Auch für das Jahr 2020 habe man sich betreffend des seit 2017 bestehenden Standort-Masterplans für Oberösterreich neue Ziele gesetzt. Diese sollen gewährleisten, dass man im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleibe. „Wir haben uns hier in fünf Bereichen sehr ambitionierten Ziele gesetzt, um alle Kräfte zu mobilisieren und nachhaltig für den Standort wirken zu können“, sagt  WKOÖ-Direktor Hermann Pühringer. Konkret gehe es bei den fünf Zielen um die Bereiche Fachkräfte, Innovation/Digitalisierung, Export, Kooperationen und Entbürokratisierung und Entlastung. 

 

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