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AK-Wertschöpfungsbarometer: Wertschöpfung steigt, Investitionen nicht

Online Redaktion, 28.01.2020 16:03

LINZ. Die Pro-Kopf-Wertschöpfung ist wieder gestiegen, die durchschnittlichen Sachinvestitionen pro Beschäftigtem sind 2018t rotz boomender Konjunktur jedoch kaum gestiegen, das ermittelt das aktuelle AK-Wertschöpfungsbarometer welches die Bilanzen von1.474mittleren und großen Unternehmen analysierte.

Symbolfoto: Weihbold
Symbolfoto: Weihbold

Laut neuem AK-Wertschöpfungsbarometer erbrachte jeder Beschäftigte in den 1.474 von der AK untersuchten österreichischen Mittel- und Großunternehmen eine durchschnittliche Pro-Kopf-Wertschöpfung (Produktivität) in Höhe von mehr als 104.000 Euro. In Oberösterreich betrug sie rund 93.900 Euro. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Wertschöpfung überstieg damit den durchschnittlichen Pro-Kopf-Personalaufwand um rund 38.177 Euro. Dieser Wert wurde bisher nur in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 übertroffen. Die Pro-Kopf-Produktivität überstieg die Pro-Kopf-Personalaufwendungen 2017 in Oberösterreich durchschnittlich um rund 34.417Euro.

Kritik: „Zu geringe Investitionen“

Die Sachinvestitionen pro Beschäftigtem lagen durchschnittlich bei rund 15.264 Euro. Die Gewinnauszahlungen an die Eigentümer pro Beschäftigtem gerechnet betrugen im Schnitt mehr als 14.000 Euro. „Die Unternehmen reinvestieren die Gewinne in viel zu geringem Ausmaß. Diese Unternehmenspolitik hat vor allem in Abschwungphasen, wie wir sie derzeit erleben, negative Auswirkungen und kostet Arbeitsplätze“, kritisiert AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer.

Bei den Mittelunternehmen bis 250 Beschäftigte sind die Sachinvestitionen pro Beschäftigtem von 2008 bis 2018mit nominell minus 7,4Prozent weniger zurückgegangen als bei den Großunternehmen. Bei Letzteren beträgt der Rückgang satte 12,9 Prozent. „Da die Investitionspreise im letzten Jahrzehnt aber um rund 7,9Prozent gestiegen sind, war der Rückgang der Investitionstätigkeit real noch deutlich größer.“


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