Bauern protestieren in der Landeshauptstadt für faire Preise
LINZ/LINZ-LAND. Die Bauern aus dem Bezirk Linz-Land und der Landeshauptstadt haben gemeinsam für faire Lebensmittelpreise demonstriert.

Seit Monaten gehen Bauern europaweit auf die Straßen. Sie wollen mehr Wertschätzung und zudem auf die dramatische Einkommenssituation aufmerksam machen. Jetzt ist es auch in Oberösterreich so weit. Hundert Bauern aus dem Bezirk Linz-Land und der Landeshauptstadt demonstrierten vor dem Spar Markt in der Wienerstraße in Linz, weil ein Entgegenkommen bei den Preisverhandlungen ausgeblieben ist.
Forderung an alle großen Handelsunternehmen
Bauernbund-Landesobmann Max Hiegelsberger fordert ein Umdenken von Seiten des Handels: „Wir stehen heute vor den SPAR-Filialen, weil sich gerade Spar Österreich trotz unserer Bemühungen dem Vernehmen nach bei den Verhandlungen im Milchsektor gegen die Bauernfamilien entschieden hat und sich sogar, wie in Tageszeitungen zu lesen war, mehr Dankbarkeit seitens der Bauern erwartet“. Die Forderungen des Bauernbundes richten sich aber an alle Handelsriesen. Immerhin fast 90 Prozent des gesamten Lebensmittelhandels ist in der Hand von nur drei Unternehmen. Die Übermacht sei daher erdrückend.
Spar rechnet mit „positivem Abschluss“
„Spar ist nach wie vor in Verhandlungen mit den Molkereien ist. Wir sind sicher, dass wir diese Verhandlungen mit den Molkereien auch zu einem positiven Abschluss bringen werden“, reagiert Spar auf die Proteste. So würde eine Preiserhöhungen alleine die Lage der Bauern nicht wesentlich verbessern , da es hier um ein großes strukturelles Problem innerhalb der Landwirtschaft gehe, so der Lebensmittelhändler. Eigentlich läge es an der Politik das Problem zu lösen.


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