Ein verlässlicher Partner für 400.000 Kunden in 117 Gemeinden
LINZ. Am 1. Oktober 2020 feierte die LINZ AG ihren 20. Geburtstag. Bürgermeister Klaus Luger, Generaldirektor Erich Haider und die Vorstandsdirektoren Jutta Rinner und Josef Siligan gaben an diesem Tag auch einen ersten Einblick in zukünftige Projekte.

Seit der Gründung im Jahr 2000 durch die Zusammenlegung der ehemaligen ESA und der ehemaligen SBL hat sich die LINZ AG als eigenständiger Energie- und Infrastruktur erfolgreich etabliert. „Die LINZ AG versorgt heute aktuell rund 400.000 Kunden in 117 Gemeinden inklusive der Landeshauptstadt Linz, und das 365 Tage im Jahr rund um die Uhr“, betont Generaldirektor Erich Haider.
1,5 Milliarden Euro werden bis 2030 investiert
„Bis 2030 plant die LINZ AG Investitionen in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro und unterstreicht damit ihre Rolle als Impulsgeber für die regionale Wirtschaft“, betont Bürgermesiter und Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Luger, der betont: „Die LINZ AG wird weiter zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt Linz bleiben.“
Ausgewählte Zukunftsprojekte ab 2020:
Ausbau der Fernwärme
Bei der Fernwärme strebt die LINZ AG bis 2025 ausgehend von mehr als 80.000 Wohnungsanschlüssen weitere 10.000 Anschlüsse an. Über den gestarteten Ausbau der Fernkälte wurde zuletzt berichtet. Hier liegt ein Schwerpunkt auf der Nutzung von Fernwärme für die Kälteerzeugung.
Faires und schnelles Internet für Stadt und Land
Die Bereitstellung von schnellen Internetverbindungen in der Region Linz – insbesondere in den ländlichen Gebieten – ist einer der Schwerpunkte der kommenden Perioden.
Errichtung eines neuen Netzgebäudes
am erweiterten LINZ AG-Areal, Wiener Straße/Ecke Oberfeldstraße inkl. Fernkältezentrale.
Schrittweise Umsetzung von Projekt Neuland
im Linzer Hafenareal inkl. Ausbau des Containerterminals und Modernisierung des Verschiebebahnhofs Stadthafen Linz zur Versorgungssicherheit des Industriestandorts.
E-Mobilität 2030 – Forschungsprojekt „Urcharge“
Um die Klimaziele 2030 zu erreichen, muss bis dahin in Österreich ein E-Auto-Anteil von rund 27 Prozent erreicht werden. Welche Infrastruktur dafür nötig ist, ob das Stromnetz der Mehrbelastung standhält, was passiert, wenn tatsächlich alle gleichzeitig laden – das sind Fragen, denen sich die LINZ AG im Rahmen des Forschungsprojekts „Urcharge“ (bis Mitte 2021) stellt. Das von der LINZ AG initiierte und von der TU Wien geleitete Projekt sucht Antworten auf genau diese Fragen und zeigt auf, wie E-Mobilität 2030 aussehen kann. Derzeit läuft die mehrmonatige Demophase, bei der 50 Bewohner einer Linzer Wohnanlage testweise auf ein E-Auto umgestiegen sind. Der E-Auto-Anteil in der Anlage beträgt etwa 50 Prozent.
Photovoltaik (PV) – Ausbau und Forschung
Noch heuer übergibt die LINZ AG das erste Mieterstromprojekt. Daneben wird am Ausbau der PV-Erzeugung in und um Linz gearbeitet und geforscht. Bis 2030 soll die Ausbauleistung 20 MWp betragen und je zur Hälfte auf Dächern und auf Freiflächen realisiert werden. Die Forschungsthemen reichen von der gemeinsamen Nutzung von Photovoltaik und Dachbegrünung in der Stadt bis zur Kombination von E-Mobilität und Erneuerbarer Energieerzeugung in Mehrfamilienhäusern.
Ausbau des Öffentlichen Verkehrs
Die LINZ AG LINIEN unterstützen die städtebauliche Entwicklung, die sich auch im Öffentlichen Verkehr widerspiegelt. In diesem Sinne laufen aktuell die Planungen für die Errichtung neuer Autobus- und Obuslinien. Die neuen Linien sollen die südlichen Stadtteile mit dem Industriegebiet Hafen bzw. Urfahr verbinden. Über eine geplante Verbindung Urfahr-Neue Welt unter Einbindung des östlich gelegenen Stadtgebiets soll auch der Verkehrsknoten Hauptbahnhof entlastet werden.
Trinkwasserversorgung
Derzeit wird in Hitzing ein Hoch- bzw. Speicherbehälter (Baustart 2019) mit einem Volumen von 2 Millionen Liter errichtet – ein Beitrag zur nachhaltigen Versorgung der Umlandgemeinden. Das 7,7 Millionen Euro-Projekt punktet auch mit Energieeffizienz durch bessere Nutzung der Pumpenergie. Die Inbetriebnahme ist für 2021 geplant.


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