So vermeidet man Unfälle durch Smartphones
OÖ. Smartphones sind tägliche Begleiter und Unterstützer im Alltag. Sie sind aber auch eine ständige Quelle der Ablenkung. Das kann auf den Straßen, im Werksverkehr oder beim Bedienen von Maschinen zur ernsten Gefahr werden.

Ein kurzes „Ping“ am Smartphone kostet rund vier Sekunden Aufmerksamkeit. Bei 130 km/h auf der Autobahn sind das 144 Meter, die man während dieser Zeit im Blindflug unterwegs ist. Unfälle und Beinahe-Unfälle sind vorprogrammiert. Neben dem Nicht-Sehen von Gefahren unterbrechen Smartphones auch konzentriertes Arbeiten. Denn sie verleiten dazu, regelmäßig zu prüfen, ob man neue Nachrichten erhalten hat und was sich auf Social Media tut.
AUVA-Landesstelle Linz gibt Tipps
Um Unfälle durch Smartphones zu vermeiden, gibt die AUVA-Landesstelle Linz Tipps für einen sicheren Umgang mit den Mobiltelefonen im Alltag.
Tipps für den Straßenverkehr
Ablenkungen sind ein enormes Sicherheitsrisiko. Deshalb sollte man beim Lenken von Fahrzeugen keinesfalls aufs Handy schauen. Muss man während der Fahrt telefonieren, dann unbedingt eine Freisprecheinrichtung verwenden. Am sichersten ist es aber, das Fahrzeug anzuhalten und den Gesprächspartner zurückzurufen.
Tipps für das Bedienen von Maschinen
Alle 18 Minuten greifen wir im Durchschnitt nach unseren Smartphones und das lenkt ab. Deshalb sollte man am Arbeitsplatz das private Handy aus dem Blickfeld legen und nur in den Pausen zur Hand nehmen. Führt man in den Pausen herausfordernde private Telefonate, gilt es zu bedenken, dass man auch nach dem Gespräch noch abgelenkt sein kann, weil man gedanklich dem Gesagten und Gehörten noch längere Zeit nachhängt.
Tipps für konzentriertes Arbeiten im Büro
SMS-Töne, aber auch akustische Mailbenachrichtigungen lenken ab und verhindern konzentriertes Arbeiten. Für Phasen ungestörter Aufmerksamkeit die Signaltöne auf lautlos stellen oder deaktivieren und, sofern möglich, Anrufe oder E-Mails im Anschluss bearbeiten.
Tipps für die Freizeit
Smartphones haben Suchtpotenzial. Deshalb ist es wichtig, Offline-Phasen einzuplanen und die Zeit, die man an den Geräten verbringt, zu reduzieren. Zum Beispiel indem man eine Armbanduhr benutzt, anstatt regelmäßig die Uhrzeit vom Display abzulesen. Wie Studien zeigen, verbringt man damit nämlich viel mehr Zeit an den Geräten als man bräuchte, um die Uhrzeit abzulesen.
AUVA-Service
- vielfältige Präventionsangebote
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