"Wochenende für Moria und Menschlichkeit" auf dem Linzer Domplatz
LINZ. Wie berichtet campieren in Linz derzeit immer wieder Aktivisten. Ihr Ziel: ein Zeichen für Menschlichkeit und das griechische Flüchtlingslager Moria setzen. Am Samstag, 13. und Sonntag, 14. Februar sind insgesamt drei Mahnwachen auf dem Domplatz geplant.

Die Plattform Solidarität OÖ, Seebrücke Linz und SOS Menschenrechte laden von 13. bis 14. Februar zum Wochenende für Moria und Menschlichkeit ein. Dabei kann nicht nur auf dem Linzer Domplatz übernachtet, sondern auch an Aktionen teilgenommen werden. Die erste Mahnwache findet am Samstag, 13. Februar, von 17.30 bis 18.15 Uhr statt. Gunter Trübswasser, Obmann SOS Menschenrechte und Schriftsteller Thomas Baum werden Reden halten. Sarah Kotopulos, Geschäftsführerin SOS Menschenrechte übernimmt die Moderation, Karl Heinz Schmid Saxophone, Günter Wagner Akkordeon und die Band Call me Astronaut sorgen für den musikalischen Rahmen.
Von 19.30 bis 20.30 Uhr steht die zweite Mahnwache auf dem Programm. Hier werden Christoph Wurm, VKB Generaldirektor und Vorstandsmitglied SOS Menschenrechte, sowie Bewohner des Hauses der Menschenrechte in Linz zu Wort kommen. Um 21 Uhr ist noch eine Liveschaltung zu österreichweiten Zeltaktionen geplant. Weiter geht es am Sonntag, 14. Februar von 10.30 bis 11.30 Uhr mit der dritten Mahnwache. Hier wird unter anderem Andrea Mikhaeel, Thalia- Marketingleiterin und Spenderin für SOS Menschenrechte, sprechen. Für die Musik ist Norbert Trawöger zuständig, für die Moderation wie sonst auch Sarah Kotopulos.
Schutzmaßnahmen beim Campen: Negativer Corona-Test
Wer sich an der Campingaktion beteiligen möchte, sollte mit Kerzen und Zelten zum Domplatz kommen. Darüber hinaus gilt Mund-Nasen-Schutzpflicht und der Nachweis eines negativen Corona-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, informiert SOS Menschenrechte. Das Übernachten in der Kälte soll ein Zeichen der Solidarität mit den Geflüchteten in Griechenland und Bosnien sein. Die Aktionen sollen in den nächsten Wochen weitergehen, bis sich die Bundesregierung zur Aufnahme von Geflüchteten bereiterklärt.
Appell an Bundesregierung: Flüchtlinge aus Lagern aufnehmen
Aktivisten, darunter Sarah Kotopulos und Klemes Hager, Leiter der Jugendkirche „Grüner Anker“ haben zudem einen Appell an die österreichische Bundesregierung verfasst. „Wir sind entsetzt über den Umgang unserer Regierung mit geflüchteten Menschen in und außerhalb von Österreich und fühlen uns dabei als Bürger und Bürgerinnen absolut nicht vertreten. Gesetze sind für Menschen und für die Bewahrung der Menschlichkeit, nicht umgekehrt“, ist darin etwa zu lesen. Im Brief wird unter anderem gefordert, dass zumindest minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und 100 asylberechtigte Familien aus Lagern aufgenommen werden sollen.


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