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„Maskenpflicht im Freien ist ein Ablenkungsmanöver des Gesundheitsministers“

Jürgen Affenzeller, 19.02.2021 14:32

LINZ. Den Vorstoß von Gesundheitsminister Rudi Anschober, auch im Freien eine Maskenpflicht zu verordnen, interpretiert Bürgermeister Klaus Luger heute als leicht durchschaubares Ablenkungsmanöver. Der Bevölkerung der oberösterreichischen Landeshauptstadt drohen neuerlich Verzögerungen beim Impfen.

Klaus Luger: „Anschober wäre besser beraten, sich um das Eintreffen seiner Ankündigungen zu kümmern, statt mit immer neuen Vorschlägen von eigenen Pannen abzulenken und die Bevölkerung noch mehr zu verunsichern." (Foto: Stadt Linz)

„Vor vierzehn Tagen wurden uns 2.000 Impfdosen des AstraZeneca-Wirkstoffes angekündigt. Mit Stand heute sollen wir nur noch 1.200 Dosen erhalten. Über diesen extremen Schwund von 40 Prozent sollte sich der Minister Gedanken machen, nicht über weitere Beschränkungen für die Bevölkerung ohne fundierte Grundlage“, so das Linzer Stadtoberhaupt.

Genug Zeit für einen seriösen Impfplan

Aktuell liegen die Pandemie-Kennzahlen etwa in Linz immer noch auf dem Niveau von August 2020: „Damals saßen die Menschen in den Gastgärten und freuten sich über den Sommer. In derselben Zeit hat der Gesundheitsminister seine Hausaufgaben nicht erledigt. Es wäre genug Zeit gewesen, einen seriösen Impfplan zu erstellen. Jetzt erleben wir chaotische Zustände rund ums Impfen, die wieder einmal das Land und die Städte ausbessern müssen. Mit seiner Idee eines Maskenzwangs auf den Straßen will Minister Anschober offenbar von den organisatorischen Pannen seines Ressorts ablenken“, meint Bürgermeister Klaus Luger.

63,52 – das ist der aktuelle Wert der 7-Tages-Inzidenz in Linz. „Das Infektionsgeschehen ist stabil, auch aus den Intensivstationen wird uns mitgeteilt, dass sich die Situation zusehends entspannt darstellt. Daher gibt es keine medizinischen oder sonstigen Hintergründe, mit denen der Gesundheitsminister weitere Verschärfungen für die Menschen zum jetzigen Zeitpunkt begründen könnte“, argumentiert Bürgermeister Luger seine strikte Ablehnung des Anschober-Vorstoßes.

Verzögerungen beim Impfen

Regelrecht sauer macht den Linzer Bürgermeister, dass die Bevölkerung der oberösterreichischen Landeshauptstadt neuerlich Verzögerungen beim Impfen in Kauf nehmen muss. „Vor zwei Wochen wurden uns 2.000 Impfdosen von AstraZeneca versprochen. Diese Quote wurde erst auf 1.400 und mittlerweile auf 1.200 reduziert – ein Schwund von 40 Prozent in vierzehn Tagen. Damit heißt es weiter „Bitte warten“ für die Linzer“, ärgert sich Luger. „Anschober wäre besser beraten, sich um das Eintreffen seiner Ankündigungen zu kümmern, statt mit immer neuen Vorschlägen von eigenen Pannen abzulenken und die Bevölkerung noch mehr zu verunsichern“, meint Bürgermeister Klaus Luger.


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