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OÖ. Als Reaktion auf die Corona-Krise hat das Land OÖ den 1,2 Milliarden Euro schweren „Oberösterreich-Plan“ auf den Weg gebracht. Dieser bring fast 14.000 Arbeitsplätze und knapp 2,25 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung.

(v.l.) Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner, IWI-Geschäftsführer Herwig Schneider und Landeshauptmann Thomas Stelzer (Foto: Land OÖ/Mayrhofer)

„Um durch diese Krise zu kommen, haben wir den größten Investitionsplan auf den Weg gebracht den wir je in OÖ“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. Mit dem 1,2 Milliarden Euro schweren „Oberösterreich-Plan“, sollen in allen Regionen des Landes starke Beschäftigungsimpulse gesetzt werden. „Wir investieren sehr Bewusst in die die Wirtschaftskreisläufe.“ Bereits 2021 und 2022 werden 378 Millionen Euro zusätzlich investiert, vor allem in Arbeit und Beschäftigung, Infrastruktur und Gesundheit.

Umwegrentabilität kann „sich sehen lassen“

Eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) hat sich nun mit den Effekten der Unterstützung durch das Land OÖ beschäftigt. „Wir haben uns diesen Plan sehr genau angeschaut. Wir rechnen die kompletten Wertschöpfungsketten durch“, so Herwig Schneider vom IWI. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein Euro Investition im Oberösterreich-Plan 2,24 Euro Wirtschaftsleistung auslöst – in Summe sind das 2,48 Milliarden Euro an Produktionswert über einen Zeitraum von sechs Jahren. „Diese Umwegrentabilitäten können sich sehen lassen.“

14.000 Arbeitsplätze durch Investitionen

Durch die Investitionen werden im gleichen Zeitraum insgesamt rund 13.800 Beschäftigungsverhältnisse ermöglicht, welche circa 12.000 Vollzeitarbeitsstellen entsprechen. „Die Investitionen schaffen Arbeit“, so Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner.

Öffnungen als Jobmotor

Dies ist besonders wichtig: „Wir haben zu hohe Arbeitslosenzahlen“, sind sich Stelzer und Achleitner einig, denn: „Jeder Fall von Arbeitslosigkeit ist auch ein Fall von Hoffnungslosigkeit.“ Auch sprechen sich sowohl Landehauptmann als auch Wirtschaftslandesrat für gezielte Öffnungen in der näheren Zukunft aus. „Wir müssen vorsichtig aber doch versuchen, das eine oder andere gut reguliert zu öffnen“, ist sich der Landeshauptmann sicher. „Öffnungen sind ein wichtiger Jobmotor. Öffnung schafft Arbeit“, ergänzt der Achleitner.

UPDATE: Kritik von den Grünen

„Jede Maßnahme, die Jobs bringt, ist wichtig. Daher sind auch die im OÖ. Plan vorgesehen Schritte zu begrüßen. Aber neben der Konzentration vor allem auf die Bauwirtschaft klafft eine große Lücke. Denn Greifbares zur aktiven Arbeitsmarktpolitik ist nur spärlich zu finden. Es gibt weder konkrete Maßnahmen für die langzeitarbeitslosen Menschen, noch für die jobsuchenden Jugendlichen. Es gibt bestenfalls Ankündigungen und das ist in dieser angespannten Situation zu wenig. Auf diese Problembereiche muss noch viel mehr Gewicht gelegt werden“, kritisiert die Grüne Arbeitsmarktsprecherin Ulrike Schwarz.  

So werde die Langzeitarbeitslosigkeit zur immer drängenderen Herausforderung. „Die Zahlen steigen und mit den heute präsentierten Maßnahmen allein werden wir sie nicht in den Griff bekommen. Wir müssen auch das Jobpotential in den Gemeinden und gemeinnützigen Vereinen nützen. Diese haben gerade im Kampf gegen die Pandemie in vielen Bereichen extrem viel zu tun. Hier muss auch die öffentliche Hand Verantwortung übernehmen und neue Arbeitsplätze schaffen. Das Pilotprojekt 'Jobchance Gemeinde hat sich hier bestens bewährt', betont Schwarz und verweist auf einen entsprechenden Antrag der Grünen. „Unser Antrag wird morgen im Unterausschuss debattiert. Nach den bisher positiven Rückmeldungen der anderen Fraktionen stehen die Chancen auf einen Beschluss sehr gut“, betont Schwarz.  Deutlich mehr Initiative erwartet sich Schwarz auch bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.  “Hier muss die Unterstützung ausgebaut werden.  Erstens durch Beratungen, welche Branchen in welchen Regionen die größten Chancen bieten. Zweitens natürlich durch Unterstützung in der Aus- und Weiterbildung“, betont Schwarz.


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