Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

„Öffnungsschritte für Kinder, Kultur und Gastronomie wären auch jenseits des Arlbergs möglich“

Jürgen Affenzeller, 10.03.2021 11:57

LINZ. Der „Zick-Zack-Kurs“ der Bundesregierung bei der Pandemiebekämpfung und nicht-faktenbezogene Verunsicherungen der Bevölkerung stoßen dem Linzer Bürgermeister Klaus Luger sauer auf: „Die Situation in Linz ist stabil, 92 Prozent der Spitalskapazitäten sind frei.“

Bürgermeister Klaus Luger (Foto: SPÖ Linz)
Bürgermeister Klaus Luger (Foto: SPÖ Linz)

Viel Verständnis zeigt Bürgermeister Klaus Luger für die zunehmende Verwirrung in der Bevölkerung angesichts des Zick-Zack-Kurses der Bundesregierung in der Pandemiebekämpfung: „Mit der Impfung sollte schrittweise die früher gewohnte Lebensqualität zurückkehren. Der Ankündigung von vorsichtigen Öffnungsschritten folgt dann umgehend die Verunsicherung der Bevölkerung durch nicht-faktenbezogene Interpretationen etwa über Mutationen. Auch angeblich überlastete Intensivstationen widersprechen in Oberösterreich den Fakten. Dieser Panikmache kann ich wenig abgewinnen – wie auch der Bagatellisierung von anderer Seite“, mahnt Bürgermeister Klaus Luger.

23 Coronakranke in den Linzer Spitälern 

Weiters weist Luger darauf hin, dass aktuell in den vier Linzer Spitälern 20 Personen mit Corona-Infektionen auf Normal- und nur drei auf Intensivstationen behandelt werden.

Das Linzer Stadtoberhaupt plädiert darüber hinaus für mehr Pragmatismus. „Wir werden mit dem Virus weiter leben müssen. Dafür braucht es einen faktenbasierten Zugang und einen gemeinsamen Nenner für den Weg aus der Krise“, so das Linzer Stadtoberhaupt. Luger stößt dabei ins selbe Horn wie der Vorarlberger Landeshauptmann Wallner und Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreterin Haberlander: „Die Fixierung auf einen einzelnen Zahlenwert aus dem Infektionsgeschehen bringt uns nicht weiter. Jetzt brauchen wir den Blick auf das große Ganze, `Fahren auf Sicht`, tägliche Neubewertungen und Entscheidungen - das ist nun einmal Kern des Krisenmanagements, für das wir gewählt wurden“, so Luger weiter.  

„Völlig andere Situation als noch im Herbst des Vorjahres“

Neben der Zahl der Infizierten sollte der Blick vor allem auf die Kapazitäten im Gesundheitswesen gerichtet werden. „Da treffen wir auf eine völlig andere Situation als noch im Herbst des Vorjahres, wo ich für die Lockdown-Maßnahmen der Bundesregierung noch Verständnis hatte“, so Luger. In den Linzer Krankenhäusern sind aktuell 23 Menschen aufgrund von Corona-Erkrankungen untergebracht, davon lediglich drei (in Ziffern: 3!) auf Intensivstationen.

Oberösterreichweit gibt es mit Stand gestern 148 in Spitälern untergebrachte Erkrankte, davon 24 auf Intensivstationen – und das bei 2.800 Infizierten und 6.700 in Quarantäne befindlichen Personen im ganzen Bundesland. „Wir erinnern uns: binnen kürzester Zeit konnten im Vorjahr die Intensivkapazitäten auf 300 Betten hochgefahren werden. Niemand will diese Zeit zurück – aber aktuell werden lediglich acht Prozent der möglichen Kapazitäten ausgeschöpft sind. Zudem steigt die Durchimpfungsrate bei besonders gefährdeten Personen täglich. Das lässt vorsichtige Öffnungsschritte für Kinder, Kultur und Gastronomie zu – nicht nur jenseits des Arlbergs“, meint Bürgermeister Klaus Luger.

Transparente Fakten entscheidend

„Um Maßnahmen zu befolgen, benötigen die Menschen transparente Fakten und einen gemeinsamen Nenner für den Weg aus der Krise. Wenn mit dem Einhalten von Regeln und Anforderungen echte Perspektiven auf einen Rückgewinn der gewohnten Lebensqualität verbunden sind, gehen die Bürger den gemeinsamen Weg auch wieder mit“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt.

Deshalb schlägt das Linzer Stadtoberhaupt abermals konkret vor, die Gastronomiebetriebe unter Auflagen wie in Vorarlberg gänzlich zumindest ab der Karwoche zu öffnen und auch Sportaktivitäten wie Kulturveranstaltungen ab spätestens Ostern flächendeckend zu ermöglichen. „Selbstverständlich mit entsprechenden Auflagen, wie Masken, Abstand, Tests oder Impfnachweis“, so Klaus Luger abschließend.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Christiane Frauscher wird neue Wirtschaftslandesrätin in Oberösterreich

Christiane Frauscher wird neue Wirtschaftslandesrätin in Oberösterreich

LINZ. Die Innviertlerin Christiane Frauscher folgt Markus Achleitner nach, der nach acht Jahren in der Landesregierung in die Privatwirtschaft ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Landesrat Achleitner macht Platz und bereitet die Übergabe vor

Landesrat Achleitner macht Platz und bereitet die Übergabe vor

LINZ. Markus Achleitner verlässt die oberösterreichische Landesregierung und kehrt in die Privatwirtschaft zurück. Am Freitag, 16. Oktober ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Landesrat Achleitner vor Ablöse 

Landesrat Achleitner vor Ablöse 

LINZ. Seit Donnerstagabend häufen sich die Gerüchte um eine Ablöse von Landesrat Markus Achleitner (ÖVP). Heute Freitag um 10 Uhr tritt er ...

Tips - total regionalNora Heindl
JKU Linz bestellt fünf Vizerektoren für neue Amtszeit wieder

JKU Linz bestellt fünf Vizerektoren für neue Amtszeit wieder

LINZ. Die Johannes Kepler Universität setzt auf ihr bisheriges Führungsteam. Die fünf Vizerektoren wurden für die nächste Amtszeit wiederbestellt. ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Wellnessoase Hummelhof in Linz wird für zehn Millionen Euro modernisiert

Wellnessoase Hummelhof in Linz wird für zehn Millionen Euro modernisiert

LINZ. Die Wellnessoase Hummelhof in Linz wird umfassend saniert - Tips hat berichtet. Zehn Millionen Euro werden dafür von der Linz AG in die ...

Tips - total regionalBrandstetter Olivia
Vorläufiger Stopp für Rindertransporte über Linzer Flughafen

Vorläufiger Stopp für Rindertransporte über Linzer Flughafen

LINZ/HÖRSCHING/WIEN. Nachdem Transporte von Rindern aus Ungarn über den Linzer Flughafen nach Turkmenistan für Aufregung sorgten, hat das ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Weitere Beiträge