Erneuerbares Ausbau Gesetz: Industrie fordert Kostenbegrenzung und Infrastrukturausbau
OÖ. Die Grundlagen für das Erneuerbares Ausbau Gesetz (EAG) liegen nun vor. Die oberösterreichische Industrie fordert eine Begrenzung der Mehrkosten.

Die Grundlage der österreichischen Energiewende, das Erneuerbare Ausbau Gesetz (EAG), liegt nun vor und kommt nächste Woche in den Nationalrat. „Der Umbau des Energiesystems in Richtung Klimaneutralität ist ein wichtiger Schritt für die ökologische Transformation der oberösterreichischen Industrie. Dem EAG kommt eine treibende Rolle zu und steht im Einklang mit dem Bestreben vieler oberösterreichischer Industriebetriebe“, ist Erich Frommwald, Obmann der Sparte Industrie der WKO Oberösterreich, überzeugt.
Forderung: Mehrkosten begrenzen
Wichtig seien planbare und sichere Rahmenbedingungen für die heimischen Industriebetriebe, die einerseits bei der Dekarbonisierung von Prozessen helfen und andererseits die internationale Wettbewerbsfähigkeit auf keinen Fall gefährden dürfen. „Letztlich müsse es darum gehen, die Mehrkosten für die heimischen Industriebetriebe zu begrenzen und eine Milliarde Euro pro Jahr als Höchstgrenze festzulegen. Das hilft nicht nur den heimischen Betrieben, sondern auch zur Aufrechthaltung der Akzeptanz für erneuerbare Energien und muss in der parlamentarischen Behandlung des EAG sichergestellt werden“, fordert Frommwald.
Infrastruktur notwendig
„Neben wettbewerbsfähigen Preisen während der Transformation zur ‚Low Carbon Economy‘ ist die sichere Stromversorgung eine zentrale Säule des wirtschaftlichen Lebens und ein entscheidender Standortfaktor.“ Um eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten, muss der Ausbau erneuerbarer Energieproduktion vom Ausbau entsprechender Infrastrukturen – wie Speicher und Netze - begleitet werden. „Wenn wir bis 2030 im österreichischen Stromnetz 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen haben möchten, dann brauchen wir auch rasche Genehmigungen der dafür nötigen Projekte. Eine weitere Stütze für die Versorgungssicherheit ist die Vernetzung der Sektoren der Energiewirtschaft und der Industrie. Einen wesentlichen Betrag kann dabei unter anderem Wasserstoff leisten. Positiv ist dazu der verankerte Punkt zur Unterstützung der Bereitstellung von Wasserstoff im präsentierten EAG-Paket“, kommentiert Ernst Spitzbart, Energiesprecher der Sparte Industrie der WKO Oberösterreich.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden