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LINZ. Gleich drei Linzer Unternehmen erreichten Stockerlplätze beim Edison Preis 2021. Insgesamt gingen rund 50 Einreichungen bei dem oberösterreichischen Ideenwettbewerb ein.

von links: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner überreichte Jörg Radanitsch und Jorge Alvarez vom Start-up "Carbon Clean-up" den Edison-Preis in der Kategorie "Technologie". (Foto: Fotostudio Lichtart/Juliana Tasler-Rager)

Der Edison Preis ist ein Ideenwettbewerb, der sich an kreative, technologie-orientiere Personen richtet. Dahinter steht tech2b in Zusammenarbeit mit dem Tech Harbor, der Kunstuniversität Linz und Creative Region. In diesem Jahr wurden insgesamt 12 Projekte ausgezeichnet, drei von ihnen kommen aus Linz. Darunter sind „NodeVenture“ in der Kategorie „Innovation“ (Silber), „Carbon Cleanup“ in der Kategorie „Technologie“ (Gold) und „Balcosy“ in der Kategorie „Kreativwirtschaft“ (Silber).

Vom Hochsicherheitssafe bis zum Minibalkon

Bei „NodeVenture“ rund um David Schnetzer und sein Team handelt es sich um einen patentierten Hochsicherheitssafe für digitale Vermögenswerte. Der Finanzdienstleister mit Sitz in der Tabakfabrik wurde vor zwei Jahren gegründet und hat derzeit sechs Mitarbeitende. Ebenfalls in der Tabakfabrik sitzt „Carbon Cleanup“ von Jörg Radanitsch und seinem Team, das aktuell noch einen Software Entwickler sucht. Hier gelangen Carbonfaserreste bei der Produktion in einen hermetisch geschlossenen Wiederverwertungskreislauf, womit ein Problem bei der Entsorgung gefährlicher Abfälle gelöst wird. Zukünftig soll das System auf andere Materialien ausgeweitet werden.

„Balcosy“ von Florian Holzmayer ist ein Balkon zum Ausklappen, der sowohl als absturzsicherer Minibalkon als auch als Tisch oder Ablage in Innenräumen genutzt werden kann.

Zweistufiger Prozess

Der Edison Preis wird von der Fachhochschule Oberösterreich sowie der Johannes Kepler Universität Linz getragen und ist ein zweistufiger Prozess. In einer ersten Phase wurden die Ideen auf ihre Umsetzbarkeit und ihr Potenzial bewertet, in einer zweiten wurden die besten Ideen je nach Kategorie gemeinsam mit Experten zu einem Geschäftskonzept weiterentwickelt. Die Sieger bekamen Geldpreise und Trophäen.

„Geschäftsideen vor den Vorhang holen“

„Der Glaube an die eigene Idee, verknüpft mit Kreativität und Innovation, ermöglicht zahlreiche Unternehmensgründungen in Oberösterreich. Erfreulicherweise hat sich gerade im herausfordernden Corona-Jahr 2020 gezeigt, dass in Oberösterreich als ‚Kreativland‘ viele die Krise genutzt haben, um noch mehr Ideen zu entwickeln. Mit dem Wettbewerb holen wir diese Geschäftsideen vor den Vorhang und machen damit die Innovationslandschaft in Oberösterreich noch sichtbarer. Wir wollen auch andere motivieren, ihre Vorstellungen in eine Unternehmensgründung umzusetzen“, hielt Wirtschafts-Landesrat bei der Preisverleihung am Mittwoch, 7. Juli, fest. Sowohl Bund als auch Land und Stadt hätten dazu beigetragen, dass eine Insolvenzwelle ausgeblieben sei und die Krise als Chance genutzt werden habe können, ergänzte Wirtschafts-Referent und Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP).

Neue Ideen, aber auch der Mut zur Unternehmensgründung müssten weiterhin bestehen bleiben, meinte tech2b-Geschäftsführer Raphael Friedl. Für den Edison Preis 2022 kann bis 1. Dezember eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Preis sowie Fotos von der Preisverleihung finden sich auf der Webseite des Ideenwettbewerbs.

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