„Typisch Linzer Murks“: Kritik an Busbucht-Verlegung beim Lentos hält an

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Schilderaktion mit KPÖ-Linz Verkehrssprecher Michael Schmida (li.) (Foto: KPÖ Linz)
Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 22.07.2021 10:39 Uhr

LINZ. In diesen Tagen wird mit den Baumfällungsarbeiten im Zuge des Umbaus der Busbucht beim Lentos begonnen. Die KPÖ-Linz und die Linzer Grünen wiederholen ihre Kritik am Umbau und bringen Alternativ-Lösungen ins Spiel.

Sowohl die Linzer Grünen als auch die KPÖ Linz initiierten eine Schilderaktion und bringen erneut ihre Lösungen für diesen Verkehrsbereich ins Spiel. Die Stadt will dort für 130.000 Euro die Busbucht nach hinten verlegen. Das Vorhaben hat von Anfang an für viel Kritik gesorgt.

„Teure Alibi-Lösung“

KPÖ-Linz Verkehrssprecher Michael Schmida: „Die Verlegung der Bushaltestelle ist ein typischer Linzer Murks und symptomatisch für die Verkehr- und Infrastrukturpolitik in der Stadt. Keine Verbesserung, sondern teure Alibi-Lösungen, die nichts bringen - im Gegenteil: Der motorisierte Individualverkehr verdrängt den öffentlichen Verkehr, der Öffi-Verkehr verdrängt Grün (Bäume) und die separierten Geh- und Radwege auf einen gemeinsamen schmalen Geh- und Radweg. Obwohl diese bauliche Veränderung für niemanden von Nutzen ist - auch nicht für den motorisierten Individualverkehr, denn der Stau entsteht ganz woanders - wird nach dem Prinzip 'den letzten beißen die Hunde' mit viel Steuergeld eine suboptimale Situation noch schlechter gemacht.„

Alternativer Vorschlag

Die KPÖ erinnert in diesem Zusammenhang auf ihren alternativen Vorschlag, der eine wirkliche Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmenden inklusive Baumschutz und zusätzliche Baumpflanzungen vorsieht: „Wenn schon die Haltestelle verlegt werden soll, um die volle Breite des Fahrstreifens Richtung Nibelungenbrücke zur Verfügung zu haben, dann soll die Verlegung Richtung Kreuzungsbereich und nicht unter Beeinträchtigung der bestehenden Baumreihe, des Rad- und des Fußweges erfolgen. Und bei dieser Gelegenheit könnte auch die überbreite Fahrbahn der Rechten Donaustraße auf das nötige Maß rückgebaut werden.Eine Radwegverbindung zwischen Donaulände-Radweg und Pfarrplatz und Innenstadt sollte auch eingeplant und reichlich Bäume gepflanzt werden. Das wäre Infrastrukturpolitik auf der Höhe der Zeit“, so Schmida.

Grüner Ruf nach Baumschutz-Gesetz

Die Linzer Grünen orten dabei wieder ein Beispiel, dass es dringend ein Baumschutzgesetz braucht: Beim Projekt „Lentos-Haltestelle neu„ wird jetzt ernst gemacht und weitere 4 gesunde Bäume werden der Straßenerweiterung geopfert. „Dass für diese verkehrspolitisch mehr als kontraproduktive Maßnahme auch noch vier Bäume umgeschnitten werden, zeigt, dass nach wie vor das Bewusstsein fehlt, wie wichtig die natürlichen Klimaanlagen für unsere Stadt sind. Diese Leichtfertigkeit auf Kosten des Klimaschutzes und der Lebensqualität zeigt einmal mehr, wie dringend es ein Baumschutzgesetz für Linz braucht​“, meint dazu Klubobmann Helge Langer.

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