„Donauterrassen im Neuen Rathaus für die Bevölkerung wieder öffnen“

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Lorenz Potocnik und Bettina Thewanger von LINZ+: „Die ‚Donauterrassen‘ im Neuen Rathaus müssen endlich frei zugänglich gemacht werden.“ (Foto: Linz+)
Lorenz Potocnik und Bettina Thewanger von LINZ+: „Die ‚Donauterrassen‘ im Neuen Rathaus müssen endlich frei zugänglich gemacht werden.“ (Foto: Linz+)
Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 26.07.2021 09:45 Uhr

LINZ. Die seit 2011 gesperrten, rund 10.000 m² großen Grünflächen auf dem Neuen Rathaus am Brückenkopf Urfahr wieder für die Bevölkerung zu öffnen – das fordern jetzt Lorenz Potocnik und seine Liste Linz+. Auch Ideen zur Nutzung gäbe es bereits viele.

Auf der abgestuften Dachfläche befinden sich 10.000m2 Terrassen, die parkartig angelegt sind – sogar unzählige Sitzbänke wurden vor 36 Jahren vom Architektenduo  Falkner/Fürtler vorgesehen. Doch statt diese einzigartigen Flächen auch öffentlich zugänglich zu machen, sind diese seit Jahren gesperrt.

Künftiger Veranstaltungsort des Höhenrauschs?

Geht es nach Lorenz Potocnik und der Liste LINZ+, soll das anders werden: „Einer der schönsten Aussichtslogen von Linz muss endlich wieder als „Donauterrasse‘ allen zur Verfügung stehen!“ Ideen gibt es einige – parkähnliche Chillout-Zonen, Urban Gardening, ein Dachcafè oder sogar als Veranstaltungsort  des Höhenrausch, der mit dem Passage-Parkhaus bekanntlich seine ‚Heimat‘ verlor.

Rathaus 1985 eröffnet

10.000 Quadratmeter parkartige Flächen – das entspricht etwa der Größe des Hessenparks: So groß sind die Grünanlagen auf den Dachterrassen des Neuen Rathauses. Die Aussicht auf die Nibelungenbrücke und die Skyline der Stadt sind schlichtweg umwerfend. 1985 wurde das Neue Rathaus als offenes Haus für alle Bürgerinnen und Bürger konzipiert. Herzstück sollten dabei die begehbaren, begrünten Terrassen sein, die mit Treppen und Laubengängen verbunden sind. Zusätzlich gibt es drei platzartige Innenhöfe. In allen Bereichen befinden sich – dem ursprünglichen Zweck entsprechend – integrierte Bänke und Sitzgelegenheiten. Die Terrassen sind leicht erreichbar, weil sie auch von außerhalb des Rathauses zugänglich sind.

Seit 2011 hermetisch abgeriegelt

Die ‚Donauterrassen‘ waren bis 2011 zumindest teilweise zugänglich, bis es einen dubiosen, eher tollpatschigen „Brandanschlag“ auf das Büro der damaligen Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider im 5. Stock gab. Täter wie Hintergrund blieben bis heute unerforscht. Dennoch wurden nach diesem Vorfall die gesamten Terrassenbereiche geschlossen und mit einem hohen Tor abgeriegelt. Seitdem bleibt die Bevölkerung ausgesperrt, der Bereich wird nunmehr nur von den Mitarbeitern des Rathauses für Rauchpausen genutzt.

Thema Sicherheit nur als „Ausrede“?

„Das wollen wir ändern, diese wertvollen Flächen müssen endlich wieder öffentlich zugänglich gemacht werden“ fordern Lorenz Potocnik und Bettina Thewanger von der Liste LINZ+. Thewanger wohnt direkt neben dem Neuen Rathaus: „Gerade in diesem verkehrsgeplagten Viertel ist jede grüne Oase wichtig.“ Es gebe keinen rationalen Grund mehr, die 10.000m2 großen ‚Donauterrassen‘ der Bevölkerung vorzuenthalten. Das Thema Sicherheit kann nicht mehr als Ausrede für die Totalsperre gelten. Potocnik: „Das gesamte Rathaus ist frei zugänglich. Jeder, der will, kann dort hineinspazieren, und das ist gut so. Warum sollten also gerade die Terrassen eine Hochsicherheitszone sein?“

Urban Gardening, Chill Out Zone oder Dachcafè

Die Nutzung des riesigen Areals wäre von Urban Gardening, als Aussichtsterrasse oder einfach zum Chillen mit mobilen Sitzgelegenheiten und Liegen mit einem sensationellen Blick auf die Stadt möglich. Bettina Thewanger: „Auch ein Dachcafè samt Gastgarten wäre auf dieser riesigen Fläche als zusätzliche Attraktion direkt an der Donau denkbar.“ Sogar für den ‚Höhenrausch‘ wäre hier Platz – das Erfolgsformat verliert heuer mit dem Passage-Parkhaus bekanntlich seine Ausstellungsfläche. Lorenz Potocnik: „Dieser Event mit einem begehbaren Kunst-Parcours würde perfekt hierher passen.“ Im Herbst sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden: „Wir werden nach der Wahl Ende September einen entsprechenden Gemeinderatsantrag einbringen, um unserer Idee der ‚Donauterrassen‘ auf die Sprünge zu helfen.“

 

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