Karin Hörzing: „Die Auswirkungen von Corona auf den Sportbereich können wir alle noch gar nicht abschätzen“

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Sozial-, Jugend- und Sportreferentin Vize-Bgm. Karin Hörzing (Foto: STADT LINZ DWORSCHAK)
Sozial-, Jugend- und Sportreferentin Vize-Bgm. Karin Hörzing (Foto: STADT LINZ DWORSCHAK)
Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 27.07.2021 11:08 Uhr

LINZ. In vielen sensiblen Bereichen ist das Linzer Sozialgefüge durch Corona auf eine harte Probe gestellt worden. Tips sprach mit der Linzer Vizebürgermeisterin und Sozialreferentin Karin Hörzing (SPÖ) über die Erfahrungen und Lehren aus einem Jahr wie keines zuvor.

Der Bereich (Jugend-)Sport war während der Pandemie komplett geschlossen, Seniorenbetreuung war sowohl für die Senioren selbst, aber auch die Mitarbeiter und Angehörigen eine große Herausforderung. „Ich bin stolz auf mein Management und die Mitarbeiter, die auch die Bereitschaft zeigten, häuserübergreifend mitzuarbeiten, wenn es nötig war. Es stellte sich ja schon die Frage, wie man den Vollbetrieb 24 Stunden aufrechterhalten kann, wenn uns Mitarbeiter ausfallen“, zieht Karin Hörzing eine positive Corona-Bilanz.

„Als die Besuche gar nicht möglich waren, haben wir alle Digitalisierungsvarianten, die irgendwie möglich waren, genutzt, damit die Menschen ihre Angehörigen zumindest sehen und hören konnten.“

Zusätzliche Sportangebote

Nachdem die Sportvereine lange eingeschränkt agieren mussten, wird das Sportangebot in der Stadt nun wieder begeistert aufgenommen: „Die Auswirkungen von Corona auf den Sportbereich können wir alle noch gar nicht abschätzen. Der Zugang für ganz junge Menschen, die erstmals die Chance hätten, Sportarten kennenzulernen, war etwa komplett zu. Jeder ist bewegungshungrig, der das von sich aus hat. Mit neuen Angeboten wollen wir aber auch jene ansprechen, die man für den Sport noch mehr motivieren muss. Geplante Bewegungsparks im Sternpark Franckviertel oder am Weikerlsee sollen auch im öffentlichen Raum etliches attraktivieren, um die Sportangebote weiter zu streuen.“

Linzer werden immer älter

Für die Zukunft gelte es auch, den Ein- und Umstieg in den Pflegebereich zu attraktivieren: „In einigen Jahren wird die Babyboomer-Generation in ein Alter kommen, in dem der eine oder andere auch pflegebedürftig wird. Dann braucht man auch das Personal dazu. Hier muss man aber bundesweit Antworten finden, die stehen bisher noch aus“, so Hörzing.

Die Zahl der Menschen, die in Linz sehr alt werden, steigt schon jetzt: „Anfang der 1990er Jahre waren es lediglich zwei Personen, die 100 Jahre und älter waren. Jetzt beträgt diese Zahl immer so zwischen 40 und 50. Es zeigt, man kann auch betagt gut leben in Linz. Aus meinen Erfahrungen weiß ich: Ohne Humor und positiven Zugang zum Leben wird man nicht so alt“, so die Sozialreferentin.

Der mit insgesamt 65 Millionen Euro geschnürte „Pakt für Linz“ zielt auch ab, die Qualität für Bewohner und Mitarbeiter der Seniorenheime zu verbessern: „Digitalisierungsschritte werden vorgezogen, unsere Mitarbeiter sollen mehr Zeit für die Pflege an sich aufwenden können als für die Dokumentation. Auch Beschattungen für besseres Raumklima und Investitionen in noch bessere Zimmerqualität sind damit möglich“, erklärt Hörzing.

Sozialprogramm nimmt Form an

Ihr großes Projekt für die anstehende neue Periode? „Nachdem wir das Sozialprogramm im Gemeinderat grundsätzlich beschlossen haben, ist jetzt meine große Agenda für die nächste Periode, dieses auch in die Realität umzusetzen. Hier geht es um Innovationen im Sozialbereich. Wir werden auf Bewährtes setzen, aber viele neue Initiativen dazubringen, und das über alle Generationen hinweg. Wir haben dafür auch einen Preis für Innovationen im Sozialbereich ausgerufen. Da wird sicher viel kommen, an das wir jetzt noch gar nicht denken.“

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