Regionale Wirtschaftsinitiativen sichern Nahversorgung - Stadt fördert „Einkaufen zu Hause“ statt beim Onlineriesen
LINZ. „Einkaufen zu Hause und im Viertel“, unter dieser Devise setzt Linz mit der städtischen Förderung regionaler Wirtschaftsinitiativen zudem einen Kontrapunkt zum Shoppen bei Onlineriesen.

Die Lebensqualität einer Stadt wird durch viele Faktoren definiert: neben Gesundheit, Bildung, Qualität der Umwelt und persönlicher Sicherheit ist auch eine funktionierende Nahversorgung Teil davon. Aus diesem Grund liegt ein Schwerpunkt der städtischen Wirtschaftsförderung in Linz in der Unterstützung regionaler Wirtschafsinitiativen, die zur Nahversorgung in den Stadtteilen beitragen. „Die Nahversorgung ums Eck bietet einen echten Mehrwert“, betont Wirtschaftsreferent Vizebürgermeister Bernhard Baier. Der Fördertopf für „Einkaufen zu Hause und im Viertel ist etwa 90.000 Euro alljährlich dotiert.
14 Initiativen
Damit werden gezielt stadtteilorientierte Maßnahmen gefördert. Besonders hilfreich ist die Unterstützung bei themenbezogenen Veranstaltungen sowie bei der diesbezüglichen Medienarbeit. 14 Initiativen werden aktuell unterstützt, vor allem bei gemeinsamen Marketing-Aktionen und -projekten. In Summe gehören diesen Zusammenschlüssen fast 400 Wirtschaftstreibende an.
Von der solarCity bis zur Urfahraner Hauptstraße
Das Echo der regionalen heimischen Wirtschaft auf diese Förderaktion ist sehr groß und erfolgt auf einer breiten Basis. Von den Linzer Landwirten, über die Interessengemeinschaft Eisenhandstraße, den Verein Altstadt NEU bis hin zum „linzlabyrinth“ und zur Interessengemeinschaft solarCity reicht der „Kundenkreis“ dieser Unterstützungsaktion. Auch die Interessengemeinschaft Hauptstraße Urfahr, die Kleinmünchner Interessengemeinschaft „KLIKK“, die Interessensgemeinschaft Zentrum Muldenstraße, die Interessengemeinschaft Alturfahr, Verein ArGe Südbahnhofmarkt, der Verein Stadtmarkt Linz, der Verein Einkaufszentrum-Biesenfeld, die ArGe Bindermichl und die Vereinigung Hotspots Linz kooperieren dabei mit der Stadt Linz.
Click and Collect gewann mit Pandemie an Bedeutung
Die gute Resonanz der Fördermaßnahmen wird vor allem auch bei Werbemaßnahmen in den Stadtteilen, bei Straßenfesten, Stadtteilzeitungen, in Form von Gutscheinheften oder Webauftritten deutlich. Eine zunehmende Rolle spielen vor allem seit der Corona-Epidemie die Social Media und Click and Collect im lokalen Geschäft oder Betrieb. „Die Unterstützung regionaler Wirtschaftsinitiativen ist heute wichtiger denn je. Im Zeitalter der Social Media kommt es darauf an, dass der Handel in den Stadtteilen die Kunden dort abholt, wo sie in ihrem Stadtteil gerade shoppen wollen: beim Einkaufsbummel, mit dem Tablet-PC im Webshop oder per App auf dem Smartphone. Das müssen wir unterstützen“, unterstreicht Baier die Intention der Stadt.


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