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Leserartikel Josef Gruber, 14.10.2021 23:15

LINZ/OÖ. Während der Banken- und Versicherungssektor in der EU überreguliert ist und sogar weitere Verschärfungen drohen, gibt es außerhalb und speziell im Internet kaum bis keine Regulierungen. Damit fehlt einerseits den Konsumenten die Absicherung und die heimischen Institute haben große Nachteile und riesigen Aufwand mit der Bürokratie.

Kathrin Kühtreiber-Leitner, Michaela Keplinger-Mitterlehner, Stefanie Christina Huber und Josef Weißl vom WKOÖ-Spartenpräsidium Bank und Versicherung (v.li.)

„Früher hat für Geldgeschäfte ein Einseiter gereicht, jetzt müssen Kunden nahezu Bücher unterschreiben, damit Geldgeschäfte abgewickelt werden dürfen,“ sagt Michaela Keplinger-Mitterlehner, die Obfrau der WKOÖ-Sparte Bank und Versicherung.

Um dies zu veranschaulichen, organisierte man am Donnerstag Abend eine virtuelle Reise nach Tel Aviv und Zürich, wo digitale Finanzangebote der FinTechs gewaltige Vorteile haben.

„Mit 10,5 Prozent Anteil des Finanzsektors am Bruttoinlandsprodukt ist dieser in der Schweiz doppelt so groß wie in Österreich und der dreifache gegenüber Deutschland,“ zeigt Stefan Fischereder, Oberösterreicher aus Laakirchen im AußenwirtschaftsCenter Zürich, auf. Im weltweiten FinTech-Ranking liegen daher Zürich und Genf auf den Plätzen zwei und drei nur hinter Singapur. Ende 2020 gab es bereits 400 FinTech-Unternehmen in der Schweiz.

Markus Haas vom AußenwirtschaftsCenter Tel Aviv berichtet, dass es in Israel bereits 698 FinTechs gibt, die von dort auf die Märkte in Europa, den USA und China streben.

Man habe bereits Vorschläge für Erleichterungen eingebracht, schildert Keplinger-Mitterlehner. Leider seien jedoch weitere strengere Richtlinien für Kreditvergaben sowie gegen Geldwäsche, wo sogar eine neue Behörde geschaffen werden soll, zu erwarten.

Den heimischen Banken bleibt vorerst nur die Möglichkeit, mit FinTechs zu kooperieren, um in diesem jungen Segment am Ball zu bleiben.


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