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Manhal: „Impfbereitschaft bei Migranten muss auch in Linz erhöht werden“

Anna Stadler, 12.01.2022 18:04

LINZ. Laut Statistik Austria zur Impfbereitschaft in Österreich lassen sich Zuwanderer aus Ost- und Südosteuropa deutlich seltener gegen Corona impfen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer startet deshalb auf Landesebene eine Informationskampagne. „Hier kann und muss man mit Information und Aktionen gerade auch in Linz noch einiges bewegen“, fordert VP Linz-Klubobfrau Elisabeth Manhal.

Symbolfoto (Foto: Dragana Gordic/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: Dragana Gordic/Shutterstock.com)

Auf Landesebene startet Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) eine Informationsoffensive, um mehr Menschen von der Sinnhaftigkeit der Corona-Impfung zu überzeugen. Dabei sollen Zuwanderer aus Herkunftsländern mit geringem Impffortschritt gezielt angesprochen und in der jeweiligen Landessprache informiert werden. „Linz kann von diesen Bemühungen besonders profitieren. Gerade auf kommunaler Ebene hat man gute Möglichkeiten, die Menschen zu erreichen, deshalb sollten die im Stadtsenat für Gesundheit und Integration Zuständigen die Kampagne gemeinsam mit dem Integrationsbüro und dem Migrations- und Integrationsbeirat unterstützen und vorantreiben. So kann Linz dazu beitragen, Menschen mit Migrationshintergrund gezielt zu informieren und die Impfquote zu erhöhen“, ist Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer Volkspartei, überzeugt.

Unterdurchschnittliche Impfquote

In der Gesamtbevölkerung liegt die Impfquote derzeit bei 66 Prozent. Deutlich geringer ist die Impfbereitschaft bei Zuwanderern aus Ost- bzw. Südosteuropa. So liegen die Impfquoten bei Migranten aus Bosnien und Herzegowina (51 Prozent), Serbien (51 Prozent), Kroatien (50 Prozent), Bulgarien (45 Prozent), Ungarn (44 Prozent), Slowenien (43 Prozent) oder Rumänien (40 Prozent) deutlich unter dem Durchschnitt. Menschen aus diesen Staaten stellen auch in Linz einen relevanten Teil der Bevölkerung. Rund ein Viertel (25,7 Prozent) der Linzer hat keine österreichische Staatsbürgerschaft. Den größten Anteil an dieser Gruppe stellen mit je rund zehn Prozent Menschen aus Rumänien (10,5 Prozent) und Bosnien und Herzegowina (10,3 Prozent), 6,1 Prozent stammen aus Kroatien, 4,6 Prozent aus Ungarn und 4,4 Prozent aus Serbien. „Gesundheitsstadtrat Michael Raml und die für Integration zuständige Vizebürgermeisterin Tina Blöchl müssen tätig werden und die Kampagne des Landes unterstützen und nützen“, so richtet Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer Volkspartei, ihre Forderung an den FPÖ-Gesundheitsstadtrat und die SPÖ-Integrationsreferentin.


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