Unsicherheit und steigende Rohstoffpreise machen Jungunternehmern zu schaffen

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Anna Stadler Tips Redaktion Anna Stadler, 17.01.2022 20:54 Uhr

LINZ/OÖ. Eine aktuelle Umfrage der Jungen Wirtschaft zeigt, dass die Unsicherheit wegen fehlender Planbarkeit und steigender Kosten die heimischen Jungunternehmer stark belasten. Sie fordern Hilfe.

 

Die Daten des neuen Konjunkturbarometers der Jungen Wirtschaft zeigen, dass die Stimmungslage der jungen Betriebe in vielen Bereichen von Vorsicht und Realismus geprägt ist, etwa bei Investitionen (37 Prozent rechnen mit sinkenden Investitionen) oder bei der Einschätzung der eigenen Ertragslage (mit einer Verbesserung rechnen nur 21 Prozent). Die höchste, bisher gemessene Inflationserwartung (84 Prozent) macht die stark verbreitete Sorge um die Geldwertstabilität aus.

Steigende Rohstoffpreise als massives Problem

53 Prozent der Befragten sind der Überzeugung, dass sich die eigene Kostensituation verschlechtern wird. Die zentralen Herausforderungen des Jahres 2022 sind für die Jungunternehmer folglich die steigenden Preise von Rohstoffen und Vorleistungen (47 Prozent), hohe Energiepreise (40 Prozent), Lieferkettenprobleme (39 Prozent) sowie Fachkräftemangel (34 Prozent) und Arbeitskosten (32 Prozent).

Entlastungen als Zentrales Thema

Vor diesem Hintergrund ist der Auftrag der Jungunternehmer an die Politik klar: „Junge Betriebe brauchen mehr Entlastung, denn das ist die beste Hilfe für den Aufschwung“, fordert Bernhard Aichinger, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Oberösterreich (JWOÖ). Die große Bedeutung steuerlicher Entlastung zeigt sich auch daran, dass jungunternehmerrelevante Detailmaßnahmen der Steuerreform sehr positiv bewertet werden. Dies gilt insbesondere für die Erhöhung des Gewinnfreibetrags (für 68 Prozent sehr bzw. eher positiv), die Senkung der Einkommensteuer (für 64 Prozent sehr bzw. eher positiv), die höhere Grenze für geringwerte Wirtschaftsgüter (für 58 Prozent sehr bzw. eher positiv), die Einführung eines Investitionsfreibetrags (für 57 Prozent sehr bzw. eher positiv) und die Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband (für 42 Prozent sehr bzw. eher positiv).

„Die heimischen Jungunternehmen wollen wachsen - Corona hin oder her -, deshalb steht die Entlastung auch bei unseren Zukunftsthemen im Vordergrund. Top-Themen für uns als Junge Wirtschaft sind eine Reduktion der Arbeits- bzw. Lohnnebenkosten, Bürokratieabbau und Entlastungen bei der Lohnverrechnung. Weitere Anliegen sind die Schaffung einer neuen, günstigen Rechtsform für Start-ups wie die Austrian Limited, die Abschaffung der Mindest-KÖSt und die Einführung eines Beteiligungsfreibetrags“, so Aichinger.

 

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