Blauer Ex-Vizebürgermeister Markus Hein wird ab Februar Geschäftsführer der IKT Linz

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Jürgen Affenzeller Tips Redaktion Jürgen Affenzeller, 28.01.2022 15:15 Uhr

LINZ. Am Freitag wurde bekannt, dass der städtische Informatik-Dienstleiter IKT Linz im Februar seine Geschäftsführung um den ehemaligen FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein erweitert. Bei den Linzer Grünen und der ÖVP sorgt diese Entscheidung für Verwunderung und einige offene Fragen.

„In einem Hearing unter fünf Kandidaten überzeugte Markus Hein die Jury mit deutlichem Abstand. Bewertet wurden von der Begutachtungskommission sowohl die persönliche und fachliche Eignung als auch die Führungskompetenz. Der studierte Informatiker Hein war vor seiner politischen Laufbahn in verschiedenen Funktionen in der IT-Branche privatwirtschaftlich und unternehmerisch tätig. In Kombination mit seiner umfangreichen Kenntnis der Strukturen der Stadt Linz sowie seinen konkreten Vorstellungen in Sachen Digitalisierung erwies sich Hein vor der Fachjury als optimale Besetzung. Hein wird noch im Februar seinen Dienst bei der städtischen IT-Tochter antreten“, heißt es am Freitag in einer Aussendung der Stadt Linz.

Grüne: „Bedenkliche Entscheidung“

Kritik an dieser Entscheidung gab es am Freitag von den Linzer Grünen: „Ohne jegliche vorherige Information an die im Gemeinderat vertreten Fraktionen oder die Aufsichtsratsmitglieder der übergeordneten Holding der Stadt Linz wurde ein zusätzlicher Geschäftsführerposten für die städtische Informatik-Tochter IKT geschaffen. Gleichzeitig wurde in dieser Presseaussendung bekanntgegeben, dass dieser Posten mit dem gerade aus der Politik ausgeschiedenen Vizebürgermeister Hein besetzt wurde. Dass es dazu in keinem politischen Gremium eine Information über dieses Vorhaben gegeben hat, zeigt einmal mehr, dass die Strukturen der IKT dringend transparenter werden müssen und auch hier die Kontrolle durch demokratisch legitimierte Vertreter eingeführt werden muss“, macht Klubobmann Helge Langer deutlich.  

Durch das Ausscheiden der Linz AG und dem Ausscheiden des Kepler Universitätsklinikums (KUK) aus der städtischen IKT, sei der Aufgabenbereich ja massiv geschrumpft. „Dass es da jetzt einen zusätzlichen Geschäftsführer braucht ist ja alles andere als selbsterklärend. Diesen Job mit einem erst kürzlich aus der Stadtpolitik ausgeschiedenen ehemaligem Vizebürgermeister zu besetzen, ist bedenklich. Die IKT hat schließlich Zugriff auf sämtliche Daten der Stadt“, so Langer.

ÖVP: „Schiefe Optik und viele Fragen“

Auch bei der Linzer ÖVP sorgt diese Entscheidung für Verwunderung und wirft einige Fragen auf. „Dass der neue Posten ohne Vorankündigung und derart kurzfristig geschaffen wurde, ist mehr als überraschend und verursacht eine schiefe Optik“, so GR Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer Volkspartei.

In keinem politischen Gremium der Stadt gab es dazu vorab eine Information. Die Erweiterung der Geschäftsführung des Unternehmens erfuhren die Mitglieder des Stadtsenates und des Gemeinderates aus einer Presseaussendung von Bürgermeister Klaus Luger. „Es ist unklar, warum man bei der IKT einen zusätzlichen Geschäftsführer braucht und welche Aufgabenbereiche dieser überhaupt übernehmen soll, das ist alles sehr befremdlich“, fordert Manhal Aufklärung.

„Die aktuelle Postenbesetzung zeigt einmal mehr, dass es bei der IKT an Transparenz mangelt, einen besonders schalen Beigeschmack hat die Sache, weil die IKT Linz im Gegensatz zu anderen Unternehmen der Unternehmensgruppe Linz über keinen Aufsichtsrat und damit keine Kontrollinstanz verfügt“, so Manhal.

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