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Luger weiter für Stadtseilbahn: "Gute Konzepte setzen sich auch gegen politischen Widerstand durch"

Anna Stadler, 30.03.2022 21:55

LINZ. Zeigt sich der neue Mobilitätsstadtrat Martin Hajart (ÖVP) skeptisch gegenüber dem Projekt Stadtseilbahn, sind Bürgermeister Klaus Luger und Planungsstadtrat Dietmar Prammer (beide SPÖ) nach wie vor davon überzeugt und setzten sich weiter dafür ein.

So könnte eine Seilbahnstation beim Bahnhof Ebelsberg aussehen. (Foto: Baucon)
So könnte eine Seilbahnstation beim Bahnhof Ebelsberg aussehen. (Foto: Baucon)

Laut der Pendlerstatistik der Statistik Austria wurden mit Stichtag 31. Oktober 2019 in Summe 107.848 Erwerbseinpendler nach Linz gezählt. Zwei Drittel davon kamen 2019 aus dem Nachbarbezirk Linz-Land. Für den Linzer Süden bedeutet das eine Verkehrsflut und Stau. „Eminent wichtig ist der kontinuierliche Ausbau des öffentlichen Verkehrs“, sind sich Bürgermeister Klaus Luger und Planungsstadtrat Dietmar Prammer (beide SPÖ) einig. Damit stoßen sie in das gleiche Horn wie schon Tags zuvor Mobilitätsstadtrat Martin Hajart (ÖVP), der künftig auch ein besonderes Augenmerk auf sanfte Mobilitätsformen legen will. Skeptisch zeigt er sich jedoch gegenüber dem Projekt Stadtseilbahn für den Linzer Süden. Bürgermeister Luger und Planungsreferent Prammer stehen jedoch nach wie vor voll hinter dem Projekt.

Luger: Seilbahn ist schnell und günstig

„Gute Konzepte setzen sich auch gegen politischen Widerstand durch, schlechte nicht“, so Luger, der überzeugt ist dass das Projekt Stadtseilbahn sinnvoll ist. Die Zahlen würden für sich sprechen: So können mit der Seilbahn bis zu 15.000 Passagierte pro Tag befördert werden. „Das ist mehr als eine gut ausgelastete Buslinie der Linz Linien. Es gibt keine schnellere Möglichkeit und es gibt keine kostengünstigere Möglichkeit.“ Zudem sei das Projekt im Vergleich zu anderen Verkehrsprojekten rasch umsetzbar. „So etwas ist in sieben bis neun Jahren vom Planungsbeginn realisierbar.“ Dementsprechend hofft Luger auch auf ein Umdenken von Seiten des Bundes hinsichtlich der Finanzierung. Die zuständige Ministerin Leonore Gewessler hatte der Seilbahn 2020 eine Absage erteilt.


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