Straßenbelastung in Linz wieder auf Niveau vor der Corona-Pandemie
LINZ. Die Belastung der Linzer Straßen hat beinahe wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Während der Pandemie ging der Verkehr durch Lockdowns und vermehrtes Home-Office zurück. Aktuelle Verkehrszählungen zeigen, dass die Werte wieder denen von 2019 gleichen.

Linz bietet 209.000 Arbeitsplätze, mehr als die Hälfte der in Linz arbeitenden Menschen pendeln an Werktagen aus dem Umland ein. Laut Statistik Austria sind es mit Stichtag 31.10.2020 rund 107.000 Pendler. Dabei stammen die meisten aus den Bezirken Linz-Land, Urfahr-Umgebung, gefolgt von Freistadt, Perg und Rohrbach.
Anteil des Schwerverkehrs steigt
Im Jahr 2022 passierten werktags 72.500 Fahrzeuge die A7 auf Höhe Hafenstraße, 2019 waren es 73.200. Am A7-Zubringer Freindorf liegt der aktuelle Wert mit 91.000 gezählten Fahrzeugen über jenem von 2019. Auch der Anteil des Schwerverkehrs steigt: An der Leonfeldnerstraße waren es im Jahr 2013 noch fünf Prozent, mittlerweile sind es 7 Prozent. Bei der Zählstelle am Römerbergtunnel sank die Anzahl der Fahrzeuge im Vergleich zu 2019, der Anteil des Schwerverkehrs stieg jedoch deutlich an.
„verallgemeinernde Aussagen zum Verkehrsaufkommen wenig valide“
„Vor allem im Stadtgebiet sind verallgemeinernde Aussagen zum Verkehrsaufkommen wenig valide, da sehr viele Faktoren zusammenspielen. Was jedoch fest steht, ist, dass für die Zukunft entscheidend sein wird, wie sich die Wahl der Verkehrsmittel der Verkehrsteilnehmenden entwickelt. Der Wirtschaftsstandort Linz braucht ein funktionierendes Verkehrssystem“, so der Linzer Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Martin Hajart.
Verkehrsreferent: „Park and Ride“, mehr Radfahrer und Regionalstadtbahnen ins Mühlviertel als Lösung
Hajart sieht „Park and Ride“ Angebote samt Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel vor allem für Pendler als wesentlich an. Im Linzer Süden und im Osten werden dafür zusätzliche Angebote geschaffen. Auch soll der Anteil der Radfahrer in der Stadt merkbar gesteigert werden. Unumgänglich seien auch die Regionalstadtbahnen ins östliche und westliche Mühlviertel, sowie der geplante Bau des Westrings. Von Letzterem erwartet sich der Verkehrsreferent mit Freigabe der Brücke eine merkbare Entlastung und Beruhigung der Linzer Innenstadt.


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