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Barrierefreiheit in Linz: das wurde aus den Anträgen der NEOS und von LinzPlus

Anna Fessler, 21.06.2023 18:43

LINZ. Im Gemeinderat stellte die NEOS einen Antrag zur barrierefreien Altstadt – und schlug dazu das Abschleifen einer Spur oder eine Spezialbeschichtung des Kopfsteinpflasters vor. LinzPlus brachte einen Antrag auf die Errichtung eines inklusiven Spielplatzes im Volksgarten ein.

Gundula Schachtner (Mitte) vom Verein "U are special" mit ihrer Tochter Abby und LinzPlus-Gemeinderätin Renate Pühringer (rechts) setzten sich mit Erfolg für einen inklusiven Spielplatz im Volksgarten ein. (Foto: LinzPlus)
photo_library Gundula Schachtner (Mitte) vom Verein "U are special" mit ihrer Tochter Abby und LinzPlus-Gemeinderätin Renate Pühringer (rechts) setzten sich mit Erfolg für einen inklusiven Spielplatz im Volksgarten ein. (Foto: LinzPlus)

Ziel des NEOS-Antrags war es, das Befahren der Altstadt auch für Rollstuhlfahrer zu ermöglichen. Der Ausschuss für Mobilität und Verkehr beschäftigte sich nun damit, allerdings konnten die Fachleute des Magistrats keine machbare Lösung finden. Die bestehenden Kopfsteinpflaster werden also nicht bearbeitet.

Künftig nur noch barrierefreie Bepflasterung

Gemeinsam mit Vizebürgermeister Martin Hajart wurde aber ein Kompromiss erzielt. Ab sofort soll bei neuen Bepflasterungen in Linz die Barrierefreiheit mitgedacht werden. „Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Wir müssen in allen Bereichen auf das Leben und die Lebensbedingungen der beeinträchtigten Menschen in der Stadt achten. Wir haben die Verantwortung, barrierefrei zu denken und zu handeln.“, sagt Georg Redlhammer, Fraktionsvorsitzender der NEOS Linz.

Inklusiver Spielplatz im Volksgarten

Barrierefreiheit zum Ziel hatte auch der Antrag von LinzPlus auf einen inklusiven Spielplatz im Linzer Volksgarten. Die Initiatorin war Gundula Schachtner vom Verein „U are special“, einem Verein für Familien, in denen Kinder mit Behinderung(en). Sie nutzte den Bürgerantrag von LinzPlus, um ihr Anliegen in den Linzer Gemeinderat zu bringen. Mit Erfolg: „Die Stadt Linz hat einen breitangelegten partizipativen Prozess gestartet, um die Meinungen von Experten und Vereinen in die Umgestaltung des Spielplatzes mit einfließen zu lassen. Durch die Miteinbeziehung dieser Gruppen ist die bestmögliche Umgestaltung des beliebten Spielplatzes im Volksgarten garantiert.“, sagt Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

Dass der inklusive Spielplatz dieses Jahr umgesetzt werden soll, wissen Tips-Leser bereits seit Monaten. Nun macht es die Stadt Linz offiziell: Das dafür vorgesehene Budget beläuft sich auf 200.000 Euro, die Umsetzung soll im Spätherbst 2023 erfolgen. Der entsprechende Antrag wurde im Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport einstimmig beschlossen und wird nächste Woche dem Gemeinderat vorgelegt.  


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