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LINZ. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 sank der Gewinn nach Steuern von 615 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 218 Millionen Euro ab.  Der Umsatz ist mit 4,4 Milliarden Euro um 4,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich mehr als halbiert. Konzernchef Herbert Eibensteiner spricht von einem „soliden Ergebnis“.

Der börsennotierte Stahlkonzern Voestalpine bekommt die schwache Konjunktur zu spüren, im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sank der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich ab. (Foto: voestalpine/Lucas Pripfl)

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) ist um 42,6 Prozent auf 505 Millionen Euro gesunken. Die Eigenkapitalbasis konnte mit 7,9 Milliarden Euro weiter gestärkt werden, die Nettofinanzverschuldung um 15,2 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro reduziert werden. Die Zahl der Beschäftigten verzeichnet ein Plus: mit Stand 30.06.2023 sind es 51.164 Beschäftigte, was einem Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

„Für die Zukunft robust aufgestellt“

„Das 1. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres war insgesamt gesehen gut. Beim Vorjahresvergleich gilt es zu bedenken, dass wir uns hier mit dem besten Quartal der Konzerngeschichte messen. Unser Alleinstellungsmerkmal ist die Diversifikation sowohl nach Branchen wie auch nach Regionen. Damit sind wir für die Zukunft robust aufgestellt“, so Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG.

Bereiche entwickeln sich unterschiedlich

Die einzelnen Industriebereiche zeigten eine unterschiedliche Entwicklung. Eine weiterhin starke Nachfrage verzeichneten der konventionelle Energiebereich (Öl und Gas) sowie die Solarindustrie. Eine spürbare Abkühlung der Nachfrage sei hingegen in den Bereichen Maschinenbau, Konsumgüter- und in der Bauindustrie bemerkbar. Als zufriedenstellend wertet der Konzern die Nachfrage in der Automobilindustrie im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Der Bereich Bahninfrastruktursysteme entwickelt sich weiterhin sehr stark, auch im Luftfahrtsektor und im Bereich Lagertechnik bleibt die Nachfrage ungebrochen stark.

voestalpine spürt schwache Konjunktur

Die Auftragseinbrüche aus den Marktsegmenten Bau, Maschinenbau und Konsumgüterindustrie führt Eibensteiner auf die Maßnahmen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung zurück, diese „scheinen in der produzierenden Industrie angekommen zu sein“. Für das restliche Geschäftsjahr wird dahingehend keine Trendwende erwartet. Eine Abschwächung wird für den konventionellen Energiebereich prognostiziert.

Vorstand erwartet nur im asiatischen Raum Wachstum

Aus Sicht des voestalpine-Portfolios werde die stärkste konjunkturelle Abschwächung in Europa erwartet, für den Wirtschaftsraum Nordamerika wird mit einer eher moderat schwächeren Wirtschaftsentwicklung gerechnet. Für Südamerika wird eine weitgehend stabile Entwicklung erwartet, für den asiatischen Wirtschaftsraum hingegen leichtes Wachstum.

Der Vorstand der voestalpine geht – unter der Prämisse keiner massiven wirtschaftlichen Verwerfungen sowie der Annahme keiner weiteren Eskalationsszenarien aus dem Ukraine-Krieg oder zusätzlicher geopolitischer Spannungen – von einem EBITDA in einer Bandbreite von 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2023/24 aus.


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