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LINZ. Bereits im Februar diesen Jahres berichtete Tips über die Hauptstraße in Urfahr, deren Neugestaltung auf sich warten lässt. Nun deutete der Linzer Verkehrsreferent Martin Hajart erste Umsetzungsschritte an, so soll dort etwa eine teilweise Begegnungszone – frühestens im Jahr 2025 – entstehen.

  1 / 2   Die Hauptstraße in Urfahr wird frühestens 2025 zur teilweisen Begegnugszone. (Foto: Volker Weihbold)

Bereits im Jahr 2016 gab es ein Bürgerbeteiligungs-Verfahren zur Neugestaltung der Hauptstraße, initiiert von Lorenz Potocnik (heute LinzPlus-Gemeinderat) und dem damaligen Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein (FPÖ). Mit eindeutigem Ergebnis im Jahr 2018: Über 60 Prozent der Linzer wünschten sich eine Begegnungs- oder Fußgängerzone.

Im Februar 2023 wollte Tips von Verkehrsreferent und Vizebürgermeister Martin Hajart mehr über den aktuellen Stand der Dinge wissen. Damals hieß es, das Geld bleibe auch weiterhin für die Hauptstraße reserviert, allerdings müsse ein Teil davon für die Stadtbahn und eine Lösung für den Hinsenkampplatz herhalten. Einen konkreten Zeitplan wollte man nicht nennen, die Rede war von einer stufenweisen Umsetzung.

Umgestaltung der Hauptstraße abhängig von Westringbrücke-Freigabe und Stadtbahn

Der Vizebürgermeister informierte nun in einer Aussendung über seine Pläne für die Hauptstraße: Die Lage sei komplex, da zum einen mit der Freigabe der Westring-Brücke die Verkehrsströme neu gelenkt würden und zum anderen die geplante Stadtbahn zweispurig durch die Reindlstraße geführt werden soll. Die Maßnahmen würden vor allem auch Chancen für eine Umgestaltung des Hinsenkampplatzes bringen, so Hajart, welchen er als „gordischen Verkehrsknoten“ bezeichnet. Für die Urfahraner Hauptstraße plant er eine Begegnungszone, die man im Bereich der Reindlstraße beginnen könne, ohne die Planungen für die S-Bahn zu stören.

Auf Tips-Nachfrage heißt es aus dem Büro des Linzer Verkehrsreferenten, die Begegnungszone werde 2025 kommen, die für die Hauptstraße reservierte halbe Million Euro sei inzwischen für diverse andere Projekte wie die „Protected Bike Lane“ in der Lederergasse verwendet worden. Da die Neugestaltung der Hauptstraße unmittelbar mit der Stadtbahn, der Westringbrücke und der Umgestaltung der Nibelungenbrücke zusammenhängen würden, seien dazu auch enge Abstimmungen mit dem Land Oberösterreich notwendig, „und das braucht Zeit.“

Direkte West-Ost-Verbindung angedacht

Mit der Interessengemeinschaft Urfahraner Hauptstraße ist dennoch bereits für nächste Woche ein Abstimmungstermin angesetzt. Auch lässt Hajart die Möglichkeit einer direkten West-Ost-Verbindung prüfen: „Derzeit muss man ja, wenn man von Puchenau kommend weiter beispielsweise Richtung Uni fahren will, über die Kaarstraße und die Urfahraner Hauptstraße ausweichen. Da fährt man quasi Schlangenlinien. Eine direkte Verbindung wäre wesentlich effizienter und würde die Anwohner der Hauptstraße massiv entlasten.“, sagt der Vizebürgermeister. Dazu sei man im Gespräch mit dem Land.


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