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Balkone, Lifte und Fernwärme: Linzer Wohnraum im Sinne der Nachhaltigkeit sanieren

Marlis Schlatte, 20.01.2024 23:59

LINZ. Die Sanierung und Instandhaltung bestehender Gebäude wird immer wichtiger. Das betrifft auch die Gemeinnützigen Bauträger, die ihre Wohnungen an moderne Standards anpassen und Gebäude energieeffizienter nutzen müssen. Investiert wird auch in Linz deshalb etwa in Fassadendämmung, Fernwärmeanschlüsse oder auch Balkon- und Liftzubauten.

Sanierungen, wie etwa Fassadendämmung, werden in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. (Foto: maho/stock.adobe.com)
Sanierungen, wie etwa Fassadendämmung, werden in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. (Foto: maho/stock.adobe.com)

In Linz gibt es knapp 24.000 Gebäude, wovon über 20.000 zum Wohnen genutzt werden. Am meisten gebaut wurde in den 1960er Jahren, seither wurden rund 14.000 Gebäude errichtet. Die gemeinnützigen Bauträger GWG und Neue Heimat wollen auch in diesem Jahr wieder in die Sanierung ihres Gebäudebestands investieren. Konkret stellt die Neue Heimat dafür 19,1 Millionen Euro zur Verfügung (7,9 Millionen im Stadtgebiet Linz), die GWG 21 Millionen Euro. Finanziert werden damit etwa Fassadenreinigungen, Lift- und Balkonzubauten, thermische Sanierungen oder Fernwärmeanschlüsse.

„Die Entwicklung geht immer mehr in Richtung Sanieren und Modernisieren des Bestands. Die bebaubaren Grundstücke in einer Stadt sind begrenzt und mit Grünflächen muss sorgsam umgegangen werden. Die Konsequenz besteht in der besseren Nutzbarmachung des Bestands, sowie im Verdichten und Aufstocken. Wichtig ist, dass für das Sanieren weiterhin ausreichende Fördermittel bereitstehen, damit hier gerade die Gemeinnützigen Bauträger als Hauptverantwortliche qualitätsvolles Wohnen in Linz sicherstellen können“, betont Planungsstadtrat Dietmar Prammer.

Gebäude energieeffizienter machen

Auch in Hinblick auf das Ziel der Klimaneutralität in Linz bis 2040 spielt das Sanieren im Bereich Wohnen eine wichtige Rolle. Etwa sollen keine fossilen Energieträger mehr genutzt werden müssen und Photovoltaik-Anlagen nachgerüstet werden.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Neue Heimat OÖ in Linz Gebäudeobjekte mit insgesamt 392 Wohnungen umfassend thermisch saniert und die Energieeffizienz ihres Bestandes optimiert. Die thermischen Sanierungsarbeiten umfassen ein Wärmedämmverbundsystem, die Dachboden- und Kellerdeckendämmung, sowie den Einbau gut isolierender und schallschützender Fenster und Türen im Wohnungs- und Hauseingangsbereich sowie bei Laubengängen.

Im Neubau bietet die Neue Heimat OÖ in Linz zudem bereits standardmäßig ausschließlich Wohnungen mit Balkon oder Terrasse an. Standard in allen Wohngebäuden, ob alt oder neu, sind außerdem Aufzüge. „Für uns ist es wichtig, stets am Puls der Zeit zu bleiben und den Bewohnerinnen und Bewohnern in allen unseren Wohnanlagen dauerhaft einen hochwertigen und leistbaren Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Dazu setzen wir gezielt Schwerpunkte zur Dekarbonisierung und laufenden Verbesserung des Wohnkomforts in unserem Investitionsprogramm“, Robert Oberleitner, Geschäftsführer Neue Heimat OÖ.

Algen-Bewuchs entfernen

Einen neuen Weg der Fassadenreinigung zeigte die GWG mit ihrem Pilotprojekt in Auwiesen. Bei den von Algen bewachsenen Fassaden an der Hallestraße nutzte man den aus der Natur bekannten Lotuseffekt bei der Reinigung. Bei dem Verfahren lösen sich durch eine entsprechende Vorbehandlung der Fassadenflächen organische Verschmutzungen wie Algen und Schimmel untergrundschonend von der Putzoberfläche ab. Danach können die Fassaden durch schonenden Wasserdruck sanft abgespült werden.Zum Abschluss wird noch ein Langzeitschutz aufgetragen, der die Oberfläche desinfiziert und erneutem Algenbefall vorbeugt.

„Im Vergleich zu einer umfassenden Fassadenreinigung ist dieses Verfahren auch deutlich kostengünstiger, und macht Rücklagen für anderweitige Sanierungen frei“, zeigt GWG-Direktor Wolfgang Steiger weitere Vorteile auf. „Das schönere Äußere der Gebäude sorgt zudem für eine gute Lebensqualität der Anrainer*innen im Viertel.“


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