Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Johannes Kepler Universität baut Photovoltaik auf ihren Dächern aus und forscht zur Weiterentwicklung

Marlis Schlatte, 26.01.2024 11:33

LINZ. Während Wissenschaftler der Johannes Kepler Universität an der Weiterentwicklung von Photovoltaik forschen, wird auch auf den Dächern der Linzer Universität vermehrt auf Solarenergie gesetzt. Auf den Gebäuden des JKU-Campus sollen nun großflächig weitere PV-Anlagen errichtet werden.

  1 / 2   Bis 2025 kommen noch weitere PV-Anlagen hinzu. AM Bild: Maria Buchmayr (JKU Stabstelle für Nachhaltigkeit) und Alexander Freischlager (Foto: JKU)

Um bis 2030 klimaneutral zu werden, wurde gemeinsam mit dem Energieinstitut der Johannes Kepler Universität eine Roadmap entwickelt, wie die Klimaneutralität erreicht werden kann. Diese beinhaltet auch den Umstieg auf erneuerbare Energien. Deshalb stellen die JKU und die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) als Eigentümerin der Gebäude gemeinsam großflächig auf Solarenergie um.

Photovoltaik-Anlagen befinden sich bereits auf den Dächern des LIT Open Innovation Centers (OIC) und des Teichwerks. Ende 2023 wurde außerdem die Anlage auf dem Dach des Science Park 5 in Betrieb genommen.

PV-Aufstockung bis 2025

Weiter ausgestattet werden sollen nun bis Ende 2024 die Science Parks 1 und 4, das LIT OIC, das Keplergebäude. das House of Schools und das Juridicum.Man gehe davon aus, dass der gesamte erzeugte Strom direkt verbraucht und kaum etwas davon ins Netz eingespeist werden wird, so Alexander Freinschlager, JKU Vizerektor für Campusentwicklung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Für 2025 sind dann noch PV-Anlagen für die Kepler Hall sowie für das Learning Center geplant. „Die PV-Initiative an der JKU ist Teil eines größeren Maßnahmenpakets zur Dekarbonisierung der Gebäude am Campus, zu dem auch thermische Sanierungen zählen,“ sagt Maximilian Pammer, der den Unternehmensbereich Universitäten in der BIG leitet.

Solarenergie-Forschung an der JKU

Um die Solarenergie nicht nur selber zu nutzen, sondern auch weiterzuentwickeln, forschen Wissenschaftler der JKU auch in diesem Bereich. Zum einen arbeitet JKU Solar-Pionier und Wittgenstein-Preisträger Niyazi Serdar Sariciftci mit seinem Team am Linzer Institut für organische Solarzellen und am JKU Institut für Physikalische Chemie seit vielen Jahren an der Photovoltaikforschung.

JKU Wissenschaftler Markus Clark Scharber forscht im Projekt „OPVStability“ gemeinsam mit zehn internationalen universitären Partnern in einem Projektkonsortium an der Entwicklung von hocheffizienten und stabilen organischen Solarzellen. Durch die einfache Herstellung, die Flexibilität und das geringe Gewicht gelten diese als vielversprechende Kandidaten für die Integration von Photovoltaik in Fassaden oder für tragbare Anwendungen.

Kunststoff für Solarenergie essentiell

Außerdem wird an Photovoltaikmodulen geforscht. Diese werden in ihrer Nutzung extrem beansprucht und benötigen daher eine Kombination aus Kunststoff, Glas, Silizium und Metallen. Unter starken Belastungen wird hier die Langzeithaltbarkeit von diesen Komponenten von den JKU-Forschern im Christian Doppler Labor untersucht. „Kunststoff macht Solarenergie erst möglich. Er ist in diesem Fall Problemlöser, denn ohne Kunststoff wäre Solarenergie nicht so kostengünstig. Mit unserer Forschung möchten wir einen Beitrag leisten, dass der in PV-Anlagen verbaute Kunststoff, der in jedem Modul enthalten ist, langlebiger, leistungsstärker und die Produktion wesentlich energieeffizienter wird,“ erklärt Gernot Wallner vom JKU Institute of Polymeric Materials and Testing.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden