Unternehmensgruppe Stadt Linz legt freiwillige Konzernbilanz für 2022 vor
LINZ. Die Unternehmensgruppe der Stadt Linz (UGL) legt auch dieses Jahr wieder eine freiwillige Konzernbilanz vor. Im Jahr 2022 war die UGL mit mehr als 360 Millionen Euro nach der voestalpine die zweitgrößte Investorin in Linz, gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital auf 2,07 Milliarden Euro.

Die UGL ist mit 19 Tochterunternehmen und 9.294 Mitarbeitern das größte Unternehmens-Netzwerk in öffentlichem Eigentum in Linz und nach der voestalpine die zweitgrößte Lehrlingsausbildnerin der Landeshauptstadt. Seit 2007 legt die UGL eine freiwillige Konzernbilanz vor. Zur Gruppe gehören unter anderem die Linz AG, die städtischen Seniorenzentren, der Linz Airport, die GWG, die Tabakfabrik oder auch die Museen der Stadt Linz. Von den Leistungen der UGL profitieren neben der Linzer Bevölkerung auch rund 400.000 Menschen im oberösterreichischen Zentralraum.
So haben sich die wichtigen Kennzahlen verändert
Die Bilanzsumme stieg 2022 im Vergleich zum Vorjahr (6,2 Mrd. Euro) auf 6,5 Milliarden Euro an. Das Eigenkapital erhöhte sich um 5,6 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro, die Eigenmittelquote betrug rund 39 Prozent. Die Investitionen fielen mit 364 Millionen Euro etwas geringer aus als im Vorjahr (rund 384 Millionen Euro) – 2021 wurden die Investitionen deutlich gesteigert, um die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie wieder anzukurbeln. Dem Sachanlagevermögen von 5,4 Milliarden Euro stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 3,2 Milliarden Euro gegenüber.
„Wirtschaftsstandort gefestigt“
Bürgermeister Klaus Luger und UGL-Geschäftsführer Christian Schmid präsentierten die Ergebnisse und zeigten sich zufrieden. Mit den enormen Investitionen habe die UGL den Wirtschaftsstandort Linz in der Coronazeit als auch während der darauffolgenden Energiekrise in Folge des Ukraine-Krieges gefestigt. Die UGL wirke stützend für die Energiepreissituation und habe damit auch den Betrieben in den Umlandgemeinden eine Preisstabilität ermöglicht.
Zu den größten Investoren zählten 2022 die Linz AG, die Stadt Linz und die GWG.
Positiver Blick auf nächste Jahresbilanz
„Mit ihrem beträchtlichen Investitionsvolumen leistet die Unternehmensgruppe auch einen Beitrag zur Stärkung der heimischen Bauwirtschaft, die aufgrund der gestiegenen Energiepreise ins Stocken kam“, sagt Luger weiter. Schmid ergänzt, das Eigenkapital stärker zu erhöhen als die Fremdfinanzierung sei in Anbetracht der herausfordernden Rahmenbedingungen eine Leistung, die sich sehen lassen könne. Auch werde in Fachkreisen eine Eigenmittelquote von mehr als 30 Prozent als „sehr gut“ bewertet.
Basierend auf den vorliegenden Quartalszahlen könne man davon ausgehen, dass auch 2023 ein gutes Gesamtjahr werde, so Bürgermeister Klaus Luger abschließend.


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