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Fahrgastrekord auf Schienen: Linzer Lokalbahn glänzt im österreichischen Ranking mit Platz fünf

David Ramaseder, 25.04.2024 11:35

LINZ/LINZ-LAND/EFERDING. Eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigt, dass die Regionalbahnen, die nicht zur ÖBB gehören, im vergangenen Jahr bereits mehr Fahrgäste beförderten als vor der Pandemie. Besonders hervorzuheben ist die Leistung der Linzer Lokalbahn (LILO), die es unter die Top 5 der österreichischen Regionalbahnen schaffte.

Die LILO beförderte im Vorjahr 44.520 mehr Fahrgäste als noch 2022. (Foto: Stern & Hafferl)
Die LILO beförderte im Vorjahr 44.520 mehr Fahrgäste als noch 2022. (Foto: Stern & Hafferl)

Mit 2,1 Millionen Fahrgästen im vergangenen Jahr konnte die Linzer Lokalbahn einen bedeutenden Zuwachs verzeichnen, der sich auf rund 44.500 mehr Passagiere im Vergleich zum Jahr 2022 beläuft. Dieses Ergebnis katapultierte die Linzer Lokalbahn auf den fünften Platz im österreichweiten Ranking der Regionalbahnen. Der Gesamttrend zeigt, dass die privaten Regionalbahnen in Österreich einen Anstieg von 14 Prozent an Fahrgästen verzeichnen konnten. Insgesamt erreichten 17 Regionalbahnen, die nicht zur ÖBB gehören, mit über 38 Millionen Fahrgästen einen neuen Höchstwert.

Katharina Jaschinsky, Expertin des VCÖ, betont die Bedeutung von häufigeren Verbindungen und einem gezielten Ausbau sowie der Modernisierung regionaler Strecken, um mehr Menschen dazu zu bewegen, vom Auto auf die Bahn umzusteigen: „Wer häufigere Verbindungen anbietet, wird von der Bevölkerung mit mehr Bahnverkehr belohnt“. Besonders im Fokus stehen dabei auch die Regionalbahnen in Oberösterreich, die maßgeblich zum Fahrgastrekord beigetragen haben. Die Traunseetram verzeichnete einen Zuwachs von 19 Prozent auf 912.000 Fahrgäste, die Atterseebahn verzeichnete ein Plus von fünf Prozent auf 285.000 Fahrgäste und die Vorchdorferbahn konnte ein Plus von einem Prozent auf 201.000 Fahrgäste verbuchen.

Angebot und Klimaticket erhöhen Fahrgastzahlen

Österreichweit zählten neun der 17 Bahnen so viele Fahrgäste wie noch nie. „Das Klimaticket und häufigere Verbindungen tragen dazu bei, um sowohl im Freizeitverkehr als auch im Pendelverkehr die Zahl der Fahrgäste zu erhöhen. Wichtig ist auch außerhalb der klassischen Pendelzeiten ein gutes Bahnangebot, denn zum einen werden die Arbeitszeiten flexibler und zum anderen hat im Vergleich zu früher die Anzahl an Teilzeitjobs deutlich zugenommen“, stellt Jaschinsky fest.

Neben der Mobilität spielen Regionalbahnen auch eine entscheidende Rolle als Wirtschaftsfaktor für die Regionen, indem sie wichtige Zubringer für überregionale Hauptstrecken sind. Daher betont der VCÖ die Notwendigkeit, Regionalbahnen gezielt auszubauen und zu modernisieren. Um das vorhandene Angebot verstärkt zu nutzen, setzt der VCÖ auf effektives Mobilitätsmanagement. Unternehmen können durch Maßnahmen wie das Öffi-Jobticket und Parkplatzmanagement dazu beitragen, dass mehr Beschäftigte die Bahn anstelle des Autos nutzen. Auch Freizeiteinrichtungen und Tourismusregionen können durch Information und Anreize dazu beitragen, dass mehr Gäste mit dem öffentlichen Verkehr anreisen.

Insgesamt verspricht der verstärkte Einsatz von Regionalbahnen nicht nur eine Steigerung der Mobilität, sondern auch positive Auswirkungen auf die Umwelt und den Verkehr in den Regionen.


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