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Linzer Bürgermeister kündigt Gratis-Bim an Samstagen an

Anna Fessler, 21.05.2024 12:12

LINZ. Die Diskussionen um die Belebung der Linzer Innenstadt nehmen Fahrt auf: noch vor das Thema im Gemeinderat umfassend behandelt wird, präsentierte Bürgermeister Klaus Luger die Pläne für einen „Free Ride Samstag“. Gemeint sind damit Gratis-Straßenbahnfahrten zwischen Hauptbahnhof und Biegung an Samstagen. Die Reaktionen dazu fielen gemischt aus.

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger kündigte Gratis-Straßenbahnfahrten an Samstagen ab September an. Die Reaktionen der Linzer Parteien dazu fallen unterschiedlich aus. (Foto: Volker Weihbold)
Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger kündigte Gratis-Straßenbahnfahrten an Samstagen ab September an. Die Reaktionen der Linzer Parteien dazu fallen unterschiedlich aus. (Foto: Volker Weihbold)

Auf Antrag der FPÖ-Gemeinderatsfraktion beschäftigt sich der Linzer Gemeinderat am 23. Mai in einer Aktuellen Stunde mit der Belebung der Linzer Innenstadt. Am Pfingstwochenende gab Bürgermeister Klaus Luger in der „Krone“ seine Pläne dazu bekannt: Zwischen Hauptbahnhof und Biegung soll die Nutzung der Straßenbahn an Samstagen künftig gratis sein. Ab September soll diese Maßnahme zur Innenstadt-Belebung beitragen.

FPÖ begrüßt Vorschlag grundsätzlich

Begrüßt wird der Vorschlag zum „Free Ride Samstag“, wie Luger das Projekt benennt, von der FPÖ: „Es ist eine gute Idee im Interesse der Linzer Wirtschaft. Wir Freiheitliche haben eine ähnliche Idee bereits vor zehn Jahren im Gemeinderat beantragt, scheiterten aber an der Blockade der SPÖ. Gut, dass die Bürgermeisterpartei den Ernst der Lage in der Innenstadt erkennt und einlenkt.“, so Stadtrat Michael Raml. Aus Sicht der FPÖ solle die Freifahrt aber für alle Straßenbahnlinien und nur im Stadtgebiet gelten. Damit sollen die nördlichen und südlichen Stadtteile eingebunden werden und gleichzeitig verhindert werden, dass die Gratisfahrten zum Shopping in Einkaufszentren außerhalb der Stadtgrenzen genutzt werden.

ÖVP-Vizebürgermeister fordert datenbasierte Vorgehensweise

Der für Verkehr zuständige Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) hält den Effekt der Kurzstrecke für fraglich und spricht von einem „roten Schnellschuss“: „Nur weil die Straßenbahn an Samstagen zwischen den Haltstellen Hauptbahnhof und Biegung fährt, ist noch nicht alles auf Schiene. Es darf bezweifelt werden, ob diese kostenlose Kurzstreckenfahrt überhaupt eine Frequenz-Erhöhung bringen würde. Dafür braucht es mehr.“ Konkret gemeint sind damit umfassende Frequenzanalysen, „die Zahlen bestimmen die weitere Vorgehensweise“, so Hajart. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Linz Linien habe er die Prüfung aller Varianten in Auftrag gegeben.

Grüne bringen IT:U-Standort ins Spiel

Die Grünen schlagen als Maßnahme zur Innenstadtbelebung vor, die IT:U in der Post-City anzusiedeln. Der Grüne Wirtschaftssprecher Bernhard Seeber: „Studierende und internationale Forschende könnten die IT:U bestens mit den Öffis erreichen und wären in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums. Dadurch würde die Innenstadt mehr studentisches Flair bekommen, das würde mit Sicherheit zu einer weiteren Belebung und wirtschaftlichen Stärkung beitragen. All diese positiven Effekte haben wir hingegen nicht, wenn an den Plänen festgehalten wird, den Grüngürtel am Stadtrand für die Digital-Uni sowie für Betriebsansiedelungen im großen Stil umzuwidmen.“

 

 


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