Sonderprüfbericht des Linzer Kontrollamts zur LIVA soll bis Juli vorliegen
LINZ. In der Gemeinderatssitzung am 23. Mai wurde der Tätigkeitsbericht des Kontrollamts für 2023 präsentiert, auch die Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA) war Thema. Wie berichtet, wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe rund um den früheren Brucknerhaus-Intendanten Dietmar Kerschbaum das städtische Kontrollamt mit einer Sonderprüfung der LIVA beauftragt. Der Bericht des Kontrollamts soll noch vor der Sommerpause vorliegen.

Dietmar Kerschbaum werden Ungereimtheiten in Bezug auf seine Bestellung sowie Misswirtschaft vorgeworfen. Der Aufsichtsrat der LIVA entschied daher, während der Prüfung der Vorwürfe, sowohl Kerschbaum als künstlerischen Leiter der LIVA als auch den kaufmännischen Leiter Rainer Stadler freizustellen. Der Vertrag des Brucknerhauses mit der Künstleragentur Opus 3 wurde in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig gekündigt.
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Compliance-Prüfung soltel bis Ende Juli vorliegen, Kontrollamts-Bericht vor der Sommerpause
Derzeit laufen zwei Prüfverfahren: die Wirtschaftsprüfer der KPMG wurden beauftragt, Compliance-Themen, die mit den Vorwürfen in Zusammenhang stehen, zu untersuchen. Das städtische Kontrollamt befasst sich seit der Beauftragung durch den Bürgermeister und LIVA-Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Luger mit einer Sonderprüfung zur LIVA.
Anfang April wurde bekanntgegeben, dass KPMG mit der Compliance-Prüfung beauftragt wurde, die Berichtslegung könne bis zu vier Monaten dauern, hieß es damals. Der Kontrollamts-Bericht soll bis Juli vorliegen: „Ich darf nach Rücksprache mit dem Kontrollamtsdirektor bestätigen, dass der Bericht der Sonderprüfung des Kontrollamtes noch vor der Sommerpause vorliegen soll. Am 1.Juli ist der nächste geplante Kontrollausschuss. Vielleicht geht es sich bis dahin aus.“, so der Kontrollausschussvorsitzende und NEOS-Fraktionsvorsitzende Georg Redlhammer.
Kontrollamt: Neun Initiativprüfungen 2023
Das städtische Kontrollamt hat die Aufgabe, unangekündigt die Geschäftsgebarung der städtischen Verwaltung und Unternehmen zu überprüfen. Im vergangenen Jahr haben laut Redlhammer neun Initiativprüfungen von Verwaltung und diversen Unternehmen stattgefunden, sieben Bauvorhaben seien zeitnahe kontrolliert worden. „Fachlich herausfordernd für das Team des Kontrollamtes waren nach deren Aussagen die Prüfberichte zum Neubau des Donauparkstadions. Bei acht Berichten wurden im sogenannten Nachfrageverfahren überprüft, ob die Empfehlungen tatsächlich umgesetzt wurden. Die Zahl der Verbesserungsvorschläge und Empfehlungen ist eindrucksvoll: 212 Empfehlungen gab es, wobei knapp 50 Prozent bereits umgesetzt wurden. Der Rest ist in Bearbeitung oder zugesagt.“, informiert Redlhammer.


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