FP-Sicherheitsstadtrat will Volksgarten zur Schutzzone machen
LINZ. Laut Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FP) machen sich zunehmend Drogendealer im Volksgarten breit. Bei der Polizei heißt es auf Nachfrage, dass man keinen Anstieg an Fällen von Drogenhandel verzeichne. Raml fordert dennoch eine Schutzzone für den Park, auch weil es dort im September zu einer Messerattacke gekommen war.

Laut Sicherheitsstadtrat Michael Raml tummelt sich seit einigen Wochen eine neue Gruppe von Drogendealern im Volksgarten. Durch einen Schulterschluss von Stadt, Sozialorganisationen, Polizei und Ordnungsdienst waren dort zuvor durch ein Pilotprojekt Probleme entschärft worden. Konkret hatten sich Beschwerden über alkoholisierte und suchtkranke Personen gehäuft, die sich im Bereich der Straßenbahnstelle aufhielten.
Polizei meldet keinen markanten Anstieg an Fällen
Gemeinsam mit Sozialarbeitern wurde ein neuer Platz im Volksgarten für mehrere solcher Gruppen gefunden und gemeinsam ein Regelwerk für den Aufenthalt im Park erarbeitet. Eine Erstbilanz fiel positiv aus – nun hätten sich laut Raml auch diese Gruppen über den Drogenhandel beschwert. Denn der torpediert die Arbeit des Vereins Substanz für suchtbegleitende Hilfe und den Versuch „clean“ zu bleiben. Auf Nachfrage bei der Polizei heißt es, das weder vom Stadtpolizeikommando noch vom Kriminalreferat einen markanter Anstieg von Vorfällen in diese Richtung gemeldet worden sei.
Sicherheitsstadtrat will Schutzzone im Volksgarten
Raml fordert dennoch eine polizeiliche Schutzzone im Volksgarten, „idealerweise auch für die umliegenden Straßenzüge“, sowie stärkere Polizeipräsenz. „Die momentane Situation ist einfach nicht tragbar“, so der FP-Sicherheitsstadtrat, und argumentiert auch mit der Messerstecherei am hellichten Tag im Volksgarten. Gemeint ist dabei ein Vorfall vom 23. September, bei dem ein 25-jähriger Somalier einen türkischstämmigen Oberösterreicher mit einem Messer attackiert haben soll. Seitens der Polizei heißt es dazu, man könne ohne eingehende Prüfung nichts dazu sagen.


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