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OÖ/LINZ. Für ihr humanitäres Engagement wird der Menschenrechtspreis heuer unter anderem an das Begegnungszentrum „Point of Ukraine“ in Linz verliehen. Die Auszeichnung wird seit 1996 vom Land Oberösterreich vergeben und holt Projekte, Vereine und Menschen vor den Vorhang zu holen, die sich für eine bessere Welt einsetzen.

"Point of Ukraine" dient als Anlauf- und Beratungsstelle für ukrainische Geflüchtete. (Foto: Volker Weihbold)

Nach dem Kriegsausbruch im März 2022 gründete Oksana Kuzo das Begegnungszentrum „Point of Ukraine“, um Vertriebenen aus der Ukraine das Ankommen und die Integration in Oberösterreich zu erleichtern. Es etablierte sich rasch als erste Anlaufstelle für Ukrainer und Ukrainerinnen in Linz, wo Ehrenamtliche in ihrer Muttersprache Fragen des alltäglichen Lebens und der Integration beantworten. Noch im selben Jahr im August stieg die Caritas Oberösterreich als Partnerin des Begegnungszentrums ein und auch die Integrationsstelle des Landes Oberösterreich unterstütze das Projekt durch eine Kofinanzierung.

Im Begegnungszentrum werden nun an mindestens sechs Tagen in der Woche Kurse angeboten, in denen der Schwerpunkt auf dem Erlernen der deutschen Sprache liegt. Bereits über 500 Personen mit mehr als 13.000 Kursteilnahmen nutzen die Angebote von „Point of Ukraine“.

Weiterer Preisträger

Für ihren Einsatz erhielt das Begegnungszentrum nun den Menschenrechtspreis 2024 und teilt sich das Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro mit dem zweiten Preisträger Heinz Wegerer. Dieser engagiert sich seit einem Jahrzehnt für humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und den Schutz der Menschenrechte. Wegerer gründete den Verein „Arbing meet Africa“ und unterstützt die „Arbing School Kamobo“ in West-Kenia, wo aktuell 360 Kinder Bildung erhalten.

Zudem arbeitet Wegerer bei „Ärzte ohne Grenzen“ und bei der Organisation „Hilfswerk International“. Menschen in Österreich versucht er durch seinen Einsatz und mittels Medienauftritte das Leid in den Krisengebieten näherzubringen.

Internationaler Tag der Menschenrechte

Der Menschenrechtspreis 2024 wird im Gedenken an den „Internationalen Tag der Menschenrechte“, der am 10. Dezember gefeiert wird, am 9. Dezember im Rahmen eines Festaktes in den Redoutensälen von Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) überreicht. „Gerade in einer Zeit, wo so viel Unsicherheit herrscht und Ängste geschürt werden, ist der Einsatz für Menschenrechte besonders wichtig. Und es ist es umso wichtiger, Projekte, Vereine und Menschen vor den Vorhang zu holen, die sich für eine bessere Welt engagieren“, so Stelzer.


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