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VP-Vizebürgermeister und Grüne fordern Ende des Durchzugsverkehrs durch Alturfahr

Anna Fessler, 19.11.2024 12:37

LINZ. (Update 17.15 Uhr) Die Donautalbrücke ist für den Verkehr freigegeben, damit liegt für den Linzer Verkehrsreferenten Martin Hajart schon der nächste Schritt auf der Hand: Er fordert ein Ende der Durchfahrt durch Alturfahr, der Antrag dafür liege schon beim Land Oberösterreich. Die Grünen hatten zuvor kritisiert, dass der Schranken noch immer offen ist.

Vizebürgermeister Martin Hajart hat die permanente Schließung der Schrankenanlage in Alturfahr-West beim Land OÖ beantragt. Durch die Eröffnung der Westringbrücke sei das auch gut umsetzbar. (Foto: Volker Weihbold)

Vizebürgermeister Martin Hajart (VP) spricht sich für eine dauerhafte Schrankenschließung an der Rudolfstraße aus. Vom neuen Verlauf der Verkehrsströme infolge der Eröffnung der Donautalbrücke sollen nun die Menschen in Alturfahr West profitieren. Der Verkehr auf der Rudolfstraße würde durch die neue Brücke deutlich zurückgehen und könnte aus seiner Sicht zukünftig die zusätzlichen 1.300 Fahrzeuge aufnehmen. 

VP und Grüne für Schließung der Schrankenanlage

Konkret will Hajart, dass die Schrankenanlage in der Oberen Donaustraße – die Durchfahrt ist hier an Werktagen aktuell noch von 5 bis 9 Uhr gestattet – künftig geschlossen bleibt. Einen entsprechen Antrag habe er bereits im heurigen Oktober beim Land Oberösterreich eingebracht. „Viele Pendler aus dem westlichen Mühlviertel nach Linz haben nun die Möglichkeit, über die neue Donautalbrücke zu fahren. Deshalb soll es aus meiner Sicht auch eine spürbare Entlastung für die Bevölkerung in Alturfahr West geben“, sagt der Linzer Verkehrsreferent.

Die Grünen kritisieren, dass nach der Verkehrsfreigabe der neuen Brücke noch immer keine Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Rudolfstraße umgesetzt würden: „Als erste Maßnahme muss der Schranken (zwischen der B127 und der Oberen Donaustraße, Anm.) der die Einfahrt regelt, dauerhaft geschlossen bleiben, um die Bewohner vor der morgendlichen Verkehrslawine zu schützen“, fordert Klubobmann Helge Langer.

FP-Verkehrslandesrat derzeit dagegen

Für den bereits erwähnten Antrag seitens Martin Hajart ist Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) zuständig. Aus seinem Büro heißt es auf Nachfrage, man könne an den ersten Zahlen sehen, dass die neue Donautalbrücke sehr gut angenommen würde. „Am Dienstag, 19.11.24 haben bereits 8.386 Fahrzeuge diese neue Mobilitätsachse in Anspruch genommen. Das ist für den Anfang bereits sehr gut. Aktuell herrscht aber noch eine Art Eingewöhnungsphase für diese neuen Verkehrswege über die Donautalbrücke. Sobald die Brücke in sämtliche Navigationsdienste wie etwa Google Maps integriert ist, werden weitere Kraftfahrzeuge diese Brücke nutzen. Wir werden das laufend evaluieren. Die Schrankenöffnung am Bahnübergang von der B127 Rohrbacher Straße in die Obere Donaustraße soll aber aktuell in der Frühspitze weiterhin aufrecht gehalten werden. Solange die Gewöhnungsphase noch läuft, ist jede Möglichkeit von positiven, verkehrlichen Entflechtungsmaßnahmen, besonders in den morgendlichen Hauptverkehrszeiten, auch weiterhin von Relevanz.“

Zusammengefasst will der Landesrat also noch abwarten, bis die neue Brücke auch in Navigationssystemen angezeigt wird, und nach der Gewöhnungsphase evaluieren, ob es Sinn macht, den Schranken dauerhaft zu schließen.

Grüne: „Prioritätensetzung zeugt von altem, fossilem Denken“

Die Grünen üben Kritik: „Somit hat der Autoverkehr nun noch mehr Platz und Möglichkeiten in die Stadt zu fahren, während sich für die Menschen, die hier wohnen, wieder einmal nichts verbessert. Diese Prioritätensetzung zeugt von altem, fossilem Denken und geht an den Ansprüchen für eine zeitgemäße Mobilitäts- und Stadtplanungspolitik meilenweit vorbei“, hält Langer fest.        


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