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Für Vielfalt und gegen Autozentrismus: Tips-Talk zur Bürgermeisterwahl mit Eva Schobesberger

Anna Fessler, 10.12.2024 15:59

LINZ. Tips hat die Grüne Bürgermeisterkandidatin Eva Schobesberger zum Interview getroffen – das Gespräch gibt es hier zum Nachhören.

Eva Schobesberger will Linzer Bürgermeisterin werden und eine Stadt für die Menschen schaffen, in der jede und jeder die Chance auf eine gute Zukunft hat. (Foto: WERNER KERSCHBAUMMAYR / FOTOKERSCHI)

Mit der Kritik des Mitbewerbs am Kosten-Nutzen-Verhältnis der Linzer Baumoffensive konfrontiert, antwortet Stadträtin Eva Schobesberger mit dem dringenden Handlungsbedarf in der Stadt. Zudem seien die Bauminseln nach dem Schwammstadtprinzip angelegt, und damit auch bei Starkregenereignissen essenziell. Die Bauminseln seien eine langfristig sinnvolle Lösung und nachträgliche Einbauten seien nun einmal teurer.

Begegnung auf Augenhöhe bei Einhaltung der Regeln

Was sie vom politischen Mitbewerb unterscheide, seien die 15 Jahre Erfahrung als Stadträtin und die überzeugende Arbeit für eine klimaneutrale Stadt. Eine häufige Kritik an den Grünen ist, dass Integrationsprobleme ignoriert würden, welche Probleme sieht Schobesberger in Linz? Sie sehe Vielfalt als Stärke, sagt Schobesberger, wichtig sei eine Begegnung auf Augenhöhe. Es sei nicht hilfreich, einem Teil der Bevölkerung auszurichten, dass man sie nicht hier haben wollen. Migranten bräuchten Angebote, um schnell Deutsch zu lernen, es sei auch wichtig, dass alle Kinder die gleichen Bildungschancen hätten. Wer sich aber nicht an die Regeln halte müsse die Konsequenzen tragen.

Sozialhilfe sozialer machen, mehr Angebote für Jugendliche

Was das Thema Sicherheit angeht, halte sie Linz für eine sichere Stadt, was auch die Kriminalitätsstatistik zeige, aber das subjektive Sicherheitsgefühl sei oft nicht gut. Hier müsse man bei der Beleuchtung ansetzen. Und: Öffentliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität würden für ein gutes Sicherheitsgefühl sorgen. Für soziale Sicherheit müsse man den Ermessensspielraum bei der Sozialhilfe zugunsten der Menschen nutzen, die Linz AG müsse in städtischer Hand bleiben und man müsse verstärkt auf erneuerbare Energien und sozialen Wohnbau setzen.

Als Bürgermeisterin würde sie die sanfte Mobilität forcieren, das zu Fuß gehen müsse dringend attraktiver werden, den autozentrierten Fokus hingegen wegbringen. Auch bei der Politik für die Jugend sei viel Luft nach oben – es sei ein Fehler gewesen, die Zahl der Jugendclubs zu reduzieren. Auch brauche es Aufenthaltsmöglichkeiten ohne Konsumzwang und Sport- und Freizeitangebote in jedem Stadtteil.

Das Gespräch fand am 27. November im Büro der Stadträtin statt.

Das Interview mit Eva Schobesberger zum Nachhören:

 

 

 


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