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LINZ. Die voestalpine hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 ihr Ergebnis verbessert. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs legten zentrale Ertragskennzahlen spürbar zu. Der Stahl- und Technologiekonzern profitierte dabei von Effizienzmaßnahmen, einer soliden Nachfrage in ausgewählten Segmenten sowie einer starken Cashflow-Entwicklung.

voestalpine Linz (Foto: voestalpine AG, Quelle: voestalpine.com)
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Der Umsatz belief sich von 1. April bis 31. Dezember 2025 auf 11,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 11,7 Milliarden Euro. Hintergrund sind unter anderem umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen in einzelnen Geschäftsbereichen.

Im Zuge der Maßnahmen verringerte sich die Zahl der Beschäftigten im Konzern um 3,8 Prozent auf 48.700 Vollzeitäquivalente.

Gewinn nach Steuern stieg um 25,1 Prozent

Operativ zeigte sich das Unternehmen hingegen deutlich verbessert: Das EBITDA stieg im Jahresvergleich um 7,2 Prozent auf eine Milliarde Euro. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 20,9 Prozent auf 473 Millionen Euro. Vor Steuern stieg das Konzernergebnis um 46,5 Prozent auf 372 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern lag mit 259 Millionen Euro um 25,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Starke Cashflow-Entwicklung

Besonders positiv entwickelte sich laut voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner der Cashflow. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit stieg um mehr als 50 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Der Free Cashflow erreichte 345 Millionen Euro und konnte damit deutlich ins Plus gedreht werden.

Parallel dazu verbesserte sich die Bilanzstruktur weiter. Trotz hoher Investitionen in das Transformationsprojekt „greentec steel“ reduzierte der Konzern seine Nettofinanzverschuldung per 31. Dezember 2025 auf 1,4 Milliarden Euro. Auch die Eigenkapitalbasis wurde gestärkt und liegt nun bei 7,6 Milliarden Euro.

Unterschiedliche Branchenentwicklung

Die Nachfrage entwickelte sich in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich. Positiv blieben die Bereiche Bahninfrastruktur (Railway Systems) und Luftfahrt. Stabil, allerdings auf niedrigem Niveau, präsentierten sich Bau, Maschinenbau und Konsumgüterindustrie. Im Energiebereich zeigte sich eine robuste Nachfrage nach Produkten der Steel Division. Auch die Automobilindustrie blieb für diese Division ein stabiler Absatzmarkt, während der Bereich Automotive Components weiterhin unter der verhaltenen Produktionsdynamik – insbesondere in Europa – leidet. Sehr gut entwickelte sich zudem die Lagertechnik.

„Als voestalpine reagieren wir rasch und passen uns an. So haben wir die Reorganisationsmaßnahmen in der High Performance Metals Division großteils abgeschlossen und werden unsere laufenden Maßnahmen an den deutschen Automotive-Components-Standorten weiter konsequent umsetzen. Gleichzeitig realisieren wir internationale Wachstumsprojekte in den Bereichen Bahninfrastruktur, Lagersysteme und Luftfahrt. Unsere Maßnahmen spiegeln sich in der Steigerung der Ergebniszahlen und im hohen Free Cashflow wider“, so Eibensteiner.

Prognose bleibt aufrecht

Für das Gesamtgeschäftsjahr 2025/26 bestätigt der Vorstand seine bisherige Einschätzung. Erwartet wird weiterhin ein EBITDA in einer Bandbreite von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro. Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten geht das Unternehmen davon aus, dass sich die bisherigen Markttrends im Schlussquartal fortsetzen.


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