Swietelsky baut zweiten A 26-Abschnitt, Westring-Gegner demonstrieren am Freitag
LINZ. Wie die ASFINAG am Mittwoch bestätigt, hat die Bietergemeinschaft Swietelsky Tunnelbau GmbH und Swietelsky AG den Zuschlag für die Hauptbauleistungen des zweiten Abschnitts der A 26 erhalten. Die Auftragssumme beläuft sich auf rund 376 Millionen Euro. Westring-Gegner rufen unterdessen für Freitag, 17. April, zur Demo „Zukunft statt A26-Autobahnbau“ auf.

„Wir freuen uns, dass sich ein Unternehmen mit Sitz in Linz mit einem Angebot gemäß unseren Schätzkosten als Bestbieter durchsetzen konnte“, so Vorstand Hartwig Hufnagl für den Bauherrn ASFINAG. „Gleich zwei Baulose bei der A 26 in Linz wurden an Swietelsky vergeben: Dass wir sowohl das Tunnelprojekt als auch den Ingenieurtiefbau umsetzen dürfen, macht mich persönlich sehr stolz. Gerade in unserer Heimatstadt Linz ist es für uns etwas Besonderes, mit Know-How, Erfahrung und Verlässlichkeit zu überzeugen“, freut sich Peter Krammer, CEO Swietelsky AG.
Baustart im Sommer
Der Baustart für den Projektabschnitt Tunnel Freinberg, Bahnhofsknoten und Unterflurtrasse Waldeggstraße ist für den Sommer 2026 geplant.
„Herzstück“ ist der Freinbergtunnel, der mehr als drei Kilometer lang unterhalb des Freinbergs, der Ziegelei- und der Waldeggstraße verlaufen soll.
Infrastruktur-Landesrat Günter Steinkellner (FPÖ): „Durch die Verlagerung des Verkehrs unter die Erde schaffen wir mehr Sicherheit und eine spürbare Verbesserung für alle, die täglich unterwegs sind. Gleichzeitig stärken wir die Leistungsfähigkeit des gesamten Verkehrsnetzes und erhöhen die Attraktivität des Standorts Linz nachhaltig.“
Die Verkehrsfreigabe ist für 2032 geplant. Laut aktuellem Stand werden in Summe etwa 1,2 Milliarden Euro in die A 26 investiert, das Land OÖ trägt zehn Prozent der Kosten, die Stadt Linz fünf Prozent.
Demonstration am Freitag
A26-Gegner machen unterdessen weiterhin mobil. Am Freitag, 17. April, laden sie zur Demo „Zukunft statt A26-Autobahnbau“, mit Treffpunkt um 16 Uhr im Volksgarten/Musiktheater. Sie fordern den Stopp des Autobahn-Baus, keine Zuzahlungen von Linz und eine Volksbefragung. Sie sprechen auch von einer „Entlastungs-Lüge“. Auch würde der Froschberg durch eine Autobahnkreuzung vom Zentrum abgeschnitten werden. Kritisiert wird vor allem auch die Kostensteigerung.
Unterstützende Organisationen sind unter anderem die Initiative Verkehrswende jetzt!, die Klima Allianz OÖ, Ja! zum Grüngürtel, Teachers for future OÖ, Fridays for future Linz, Solidarwerkstatt Österreich, Zukunft statt A26-Autobahnbau!, Radlobby, BI Grüngürtel statt Westspange, BI Linz Süd, Initiative Froschberg, BI Retten wir den Grüngürtel und Linzer Grüngürtel schützen jetzt.
Volksbefragung „Ja! zum Grüngürtel“ unzulässig
Unterdessen wurde am Mittwoch bekannt, dass das Landesverwaltungsgericht OÖ hat die Entscheidung der Stadt Linz zur Ablehnung der Volksbefragung „Ja! Zum Grüngürtel“ bestätigt hat.
Mehr lesen: Landesverwaltungsgericht bestätigt: Volksbefragung „Ja! zum Grüngürtel“ unzulässig


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