Delegationsreise nach Sachsen: "Wir brauchen Hochofen und Hightech"
OÖ/SACHSEN. Um die gute wirtschaftliche Beziehung mit Sachsen/Deutschland zu pflegen, aber auch um sich über gemeinsame Herausforderungen und Zukunftsstrategien, vor allem was die Künstliche Intelligenz und ihren Einsatz etwa in der Produktion angeht, auszutauschen, war eine oberösterreichische Delegation rund um Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) zu Gast in Dresden.

Den Freistaat Sachsen in Deutschland und Oberösterreich eint, dass sie starke Industriestandorte sind. Gleichzeitig eint sie die Herausforderung, auch in Zukunft stark und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das gelingt oft am besten, wenn man zusammenarbeitet. Eine Delegation rund um Landeshauptmann Thomas Stelzer war deshalb in Dresden zu Gast, um sich mit Experten auszutauschen und Kooperationen anzubahnen. Das Überthema dabei: die Künstliche Intelligenz (KI).
Auf die eigenen Stärken setzen
Eine Erkenntnis der Reise: Um stark zu bleiben, braucht es die ständige Innovation bei gleichzeitigem Fokus auf die eigenen Stärken. „Für Oberösterreich bedeutet das, wir brauchen Hochofen und Hightech“, betont Stelzer. Es ist also wichtig, die KI vor allem dort zu nutzen und weiterzuentwickeln, wo Stärken liegen. „Bei uns ist das vor allem die industrielle Produktion. Dort müssen wir die KI viel stärker hineinbringen, um schneller zu werden“, so Stelzer.
Die Kompetenz in Sachen KI ist in Linz vorhanden: Etwa 3.000 junge Menschen studieren AI an der JKU. „Wir haben in hoher Qualität Studierende im KI-Bereich und wir haben innovative Start-ups. Diese KI-Kompetenz müssen wir mit der seit Jahrzehnten bestehenden Industrie-Kompetenz zusammenführen. Die Bausteine sind da, die Herausforderung ist, sie noch enger zusammenzubringen“, betonte auch Teodoro Cocca, Professor für Asset Management an der JKU, in seinem Vortrag bei der Standortpräsentation in Dresden.
Bei der Delegationsreise standen Besuche im Smart Systems Hub, einem der größten Innovationszentren Europas im Bereich Industrieautomatisierung, am Programm, ebenso wie im Else Kröner Fresenius Zentrum, das Experten der Technischen Uni Dresden und des Uniklinikums verbindet und dessen Schwerpunkte etwa auf KI-gestützter Diagnostik, Medizintechnik und digitaler Gesundheit liegen. Einblicke bekam die Delegation auch in den Dresdner Produktionsstandort von GlobalFoundries, einem der größten Halbleiterwerke Europas, sowie in das Werk von Siemens Energy Transformers Dresden, wo die großen Spezial-Trafos gebaut werden. Zu Beginn der Reise stand zudem ein Treffen mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer an.


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