Ostumfahrung Linz: Umweltbericht empfiehlt stadtnahen Korridor
LINZ. Die geplante Ostumfahrung soll die A7 entlasten. Der Umweltbericht empfiehlt dafür einen stadtnahen Korridor. Der genaue Verlauf der Straße steht noch nicht fest.

Der stadtnahe Korridor sieht eine neue Verbindung zwischen der A7 im Bereich Niederkulm und der A1 im Bereich Mönchgraben/Tödling vor. Hinzu kommen Anschlüsse an die B3 im Bereich Steyregg, an die voestalpine und die B1 im Bereich Ebelsberg sowie eine neue Donauquerung im Bereich Traunspitz.
Laut Umweltbericht biete der stadtnahe Korridor das ausgewogenste Verhältnis zwischen Verkehrswirkung, wirtschaftlichem Nutzen und Umweltverträglichkeit. „Der Umweltbericht liefert eine klare fachliche Grundlage für die nächsten Schritte“, sagt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ).
Entlastung für die A7
Beim Tunnel Bindermichl fahren heute rund 107.000 Fahrzeuge täglich. Ohne Ostumfahrung werden bis 2040 weitere 15.500 erwartet. Die neue Straße soll die A7 entlasten. Laut Umweltbericht sinkt die Auslastung der A7 zwischen der Einbindung der Ostumfahrung und dem Knoten Linz um neun bis 20 Prozentpunkte. Für den stadtnahen Korridor prognostiziert der Bericht rund fünf Prozent weniger Staustunden pro Jahr.
Die stadtnahe Ostumfahrung wirkt sich auf Natur, Landschaft sowie Boden- und Wasserressourcen aus. Wegen des frühen Planungsstandes geht der Umweltbericht teilweise vom ungünstigsten Fall aus. Eine optimierte Trasse, Tunnelabschnitte und Anpassungen der Höhenlage könnten die Auswirkungen deutlich verringern.
Trasse noch offen
„Der Umweltbericht legt keine fertige Trasse fest“, betont Steinkellner. Nach Abstimmung mit dem Ministerium wird der Bericht veröffentlicht. Danach hat die Öffentlichkeit sechs Wochen Zeit für Stellungnahmen. Das Ministerium prüft diese und berücksichtigt sie bei der weiteren Entscheidung. Erst nach Aufnahme ins Bundesstraßengesetz können die Detailplanungen beginnen.








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