Linz setzt ab 2027 Sonderteam gegen illegalen Sperrmüll ein
LINZ. Ein Sonderteam soll ab Frühjahr 2027 illegal abgelagerten Sperrmüll im gesamten Stadtgebiet entfernen. Auch in der Innenstadt gibt es Änderungen bei Personal und Ausstattung.

Vier zusätzliche Mitarbeiter sollen ab Frühjahr 2027 im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden. Das Sonderteam soll illegal abgelagerten Sperrmüll entfernen, öffentliches Mobiliar warten und Wasserabläufe reinigen, etwa nach Starkregen.
„Die stetige Verbesserung der Reinigung ist mir ein sehr wichtiges Anliegen“, sagt die zuständige Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Eine saubere Stadt steigere die Lebensqualität und fördere einen achtsamen Umgang mit der Umgebung.
Mehr Personal tagsüber
Seit Mai 2026 sind tagsüber zwei zusätzliche Mitarbeiter in der Innenstadt im Einsatz. Möglich macht das eine neue Diensteinteilung: Die Landstraße wird wochentags bis 19 statt bis 22 Uhr betreut. Laut Stadt waren viele Abfalleimer spätabends nur noch wenig gefüllt. Spätdienste werden nun über Überstunden abgedeckt. So bleibt mehr Personal für den Tag. Von Juli bis September gingen keine Beschwerden zur Reinigung der Landstraße ein.
Seit April sind Stadtgrün und Stadtreinigung getrennte Fachabteilungen. „Die dadurch gewonnenen Kapazitäten kommen direkt der Stadtreinigung zugute“, sagt Vizebürgermeisterin Merima Zukan (SPÖ).
Neue Abfalleimer und Pfandringe
Am Taubenmarkt wird früher am Morgen gereinigt. Größere Abfalleimer sollen nächtliche Müllansammlungen verhindern. An ausgewählten Standorten testet die Stadt ein neues Aschenbechermodell. Rund 20 Pfandringe sind in der Landstraße und Hauptstraße bereits montiert. Dort können Pfandflaschen und -dosen für Sammler abgestellt werden.
Stadtreinigung in Zahlen
Die Stadtreinigung verfügt über rund 94 Vollzeitstellen und 50 Fahrzeuge. Sie leistet jährlich etwa 160.000 Arbeitsstunden bei Gesamtausgaben von 6,1 Millionen Euro. In der Bürgerbefragung 2026 bewertet mehr als die Hälfte die Sauberkeit der Verkehrsflächen sowie der Grünflächen und Parks positiv.
FPÖ und ÖVP fordern weitere Schritte
FPÖ-Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr begrüßt die Maßnahmen, fordert aber häufigere Reinigungen in den Stadtteilen. Besonderen Bedarf sieht er auf der Wiener Straße zwischen Musiktheater und Bulgariplatz, die vor allem nach Wochenenden oft stark verschmutzt sei. „Linz besteht nicht nur aus der Landstraße.“
ÖVP-Klubobfrau Michaela Sommer spricht sich dafür aus, die Viertelkehrer wieder einzusetzen. Sie sollen regelmäßig in den Stadtteilen unterwegs sein und für Sauberkeit sorgen. Einen entsprechenden Antrag will Sommer im kommenden Gemeinderat einbringen. „Sauberkeit muss im Alltag sichtbar sein – nicht nur in einer Pressekonferenz.“








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