Neues JKU-Zentrum unterstützt Studierende bei Unternehmensgründung
LINZ. Die Johannes Kepler Uni Linz hat ein neues Entrepreneurship Center eröffnet. Es soll Studierende und Forschende dabei unterstützen, Geschäftsideen zu prüfen und unternehmerische Vorhaben zu entwickeln. Zur Eröffnung im LIT Open Innovation Center kamen mehr als 250 Studierende und Partner aus dem Gründungsumfeld.

Das Angebot richtet sich an Angehörige aller Fachrichtungen: sowohl an jene, die sich erstmals mit dem Thema Unternehmensgründung beschäftigen, als auch an Personen mit einer konkreten Idee. Vorgesehen sind Beratung, Workshops, individuelles Coaching und das „Idea Readiness Program“.
Bei der Eröffnung betonte Rektor Stefan Koch die Rolle der Universitäten bei der Entwicklung von Wissen und Technologien. „Wir wollen Studierende und Forschende befähigen, dieses Potenzial auch unternehmerisch zu nutzen. Mit dem Entrepreneurship Center stärken wir den Transfer von Wissen in die Praxis und setzen Impulse für den Innovationsstandort Oberösterreich.“
„Wir möchten ein Umfeld schaffen, in dem Studierende und Forschende ihre Ideen aufgreifen und den Schritt in die Umsetzung wagen. Dazu braucht es eine gelebte Gründungskultur ebenso wie professionelle Strukturen“, ergänzt die JKU-Vizerektorin für Finanzen und Entrepreneurship Christiane Tusek.
Zehn Stationen für Gründungsinteressierte
Wie der Einstieg ins Unternehmertum aussehen kann, machte die „Founder Expedition“ bei der Eröffnung erlebbar. An zehn Stationen beschäftigten sich die Teilnehmer unter anderem mit Geschäftsmodellen, möglichen Kunden, dem Aufbau eines Teams, Schutzrechten und der Finanzierung.
Auch Gründer berichteten von ihren Erfahrungen. Anna Tidstam von Aileen Health sprach über den Einsatz künstlicher Intelligenz im Kampf gegen Krebs. Dennis Just von Mistral AI gab Einblicke in seine unternehmerische Tätigkeit. Weitere Gründer stellten ihre Vorhaben vor und erhielten beim Live-Mentoring Empfehlungen für die nächsten Schritte.
Teil einer größeren Initiative
Das Entrepreneurship Center ist Teil der Initiative „House of Research and Innovation“ der JKU. Mit ihr bündelt die Universität Unterstützungsangebote von der Forschungsidee bis zu deren Umsetzung und Verwertung.
Das neue Zentrum ergänzt die JKU Technology Transfer GmbH. Während das Entrepreneurship Center unternehmerisches Interesse wecken und die Entwicklung von Ideen begleiten soll, unterstützt die Gesellschaft unter anderem bei der Verwertung.
„Schaffen einfachen Einstieg“
Initiiert wurde das Center von Elisabeth Ulbrich, Geschäftsführerin des LIT Open Innovation Centers, und Elisabeth Berger, Vorständin des Instituts für Entrepreneurship. Es verbindet die wissenschaftliche Arbeit und Lehre zum Unternehmertum mit praktischer Unterstützung und Kontakten zu Unternehmen.
„Viele Menschen haben spannende Ideen, fühlen sich aber noch nicht bereit, damit nach außen zu gehen. Wir schaffen einen einfachen Einstieg und bringen sie mit Menschen zusammen, die beim nächsten Schritt unterstützen“, so Ulbrich. „Wer sich hier an echte Probleme heranwagt, lernt mit Unsicherheit umzugehen und mit knappen Ressourcen innovative Lösungen zu entwickeln. Uns geht es nicht darum, alle zum Gründen zu bringen, sondern alle zum Gestalten“, betonte Berger.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden