Luftenberger Gemeinderat hat ganzjährige Öffnung der Kraftwerksbrücke Abwinden-Asten beschlossen
LUFTENBERG. Seit einer Klage 2009 nach einem Rad-Unfall am Donauradweg bei Glatteis waren die Kraftwerksüberfahrten bei Abwinden und Ottensheim nur noch eingeschränkt passierbar. Die Proteste gegen die teilweisen Brückensperren waren von Anfang an groß und rissen bis zuletzt nicht ab.Nachdem die Gemeinden Ottensheim und Wilhering bereits im Herbst 2016 eine Vereinbarung mit der Verbund Hydro Power zur dauerhaften Öffnung erzielten, hat gestern auch der Luftenberger Gemeinderat eine im Juni 2017 finalisierte Vereinbarung für eine Ganzjährige Kraftwerksbrückenöffnung in Abwinden Asten einstimmig beschlossen.

Mit großer Freude und Dankbarkeit reagieren die beiden Sprecher einer 2014 gegründeten „Initiative für die Ganzjährige Öffnung der Kraftwerksbrücke“, Wolfgang Schmidt aus Enns und Gerhard Fischer von der Radlobby Steyregg. Mehr als 1700 Unterstützer einer Onlinepetition - unter ihnen AlltagsRADLer, Freizeitsportler, Fischer, Spaziergänger und viele mehr - freuen sich mit. „Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Marktgemeinde Luftenberg und der Verbund Hydro Power, ohne deren großen Bemühungen eine Lösung unmöglich gewesen wäre, sowie zahlreichen weiteren Unterstützer“, so Scmidt und Fischer.
Komplexe Haftungsfragen
Aufgrund von Haftungsfragen war die Sache ziemlich komplex, an einer erfolgreichen Vermittlung scheiterte im Jahr 2015 selbst Altlandeshauptmann Dr. Pühringer, zu verfahren war die Situation zwischen allen Beteiligten. Umso stolzer ist Gerhard Fischer als treibende Kraft in den Vermittlungen, der unermüdlich mit seiner Hartnäckigkeit gemeinsam mit allen Beteiligten einen Stein nach dem anderen aus dem Weg geräumt, Lösungswege aufgezeigt hat. Die OÖ Tourismus hat die betreffenden Wege in ihre Wegehalterhaftungsversicherung inkludiert.
Wo ein Wille, da ein Weg
„Die Lösung dieser sehr komplexen Thematik durch Dialog und an einem Strang ziehen aller Beteiligten zeigt was alles möglich sein kann, wenn der Wille da ist!“ sagt Gerhard Fischer und kann sich damit einen Seitenhieb auf die Dialogverweigerung seitens LR Steinkellner und den Fachbeamten des Land OÖ zum neu entstandenen Brückenproblem für Fußgänger- und Radverkehr auf der Steyregger Brücke nicht verkneifen. „Wir hoffen dass dieses Positivbeispiel auch das Land OÖ inspiriert, wieder in einen Dialog mit der Radlobby als Interessensvertretung für den Radverkehr zu treten, welche hier ganz klar Lösungskompetenz gezeigt hat!“


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