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MARCHTRENK. Unter dem Titel „Ungebetene Gäste“ beehrt das Festival der Regionen ab 30. Juni Marchtrenk. Die Vorbereitungen dafür laufen allerdings schon jetzt auf Hochtouren. Choreograph Willi Dorner hat für sein Festivalprojekt bereits zum Fotoshooting geladen.

  1 / 4   Willi Dorner nimmt die genormte, serielle Architektur der Siedlerhäuser zum Ausgangspunkt seiner lebendigen Skulpturen. Foto: Rastl

Zahlreiche Marchtrenker folgten dem Aufruf und ließen sich von Dorner auf drei Grundstücken im Stadtraum, auf einer Brache in der Prinz-Eugen-Straße, einer Parzelle in der Grillparzer Straße und einem Wiesenstück am Tulpenweg zu einer lebendigen Skulptur formieren. In schwarz-weißer Kleidung, mit einem weißen Blatt Papier vor dem Gesicht als Maske, stellten die Models den Grundriss oder die Flucht eines typischen Marchtrenker Siedlerhauses nach dem Zweiten Weltkrieg nach, die Fotografin Lisa Rastl aus der Vogelperspektive fotografierte.

Turner und Tänzer gesucht

Für eine Choreografie im öffentlichen Raum, die am 1. Juli aufgeführt wird, sucht Dorner noch Mitwirkende, mit turnerischer oder tänzerischer Erfahrung. Probestunden finden an den Vortagen statt. Anmeldung: unter office@fdr.at

Streitross Meister der Kurve

Ebenfalls bereits im Einsatz war der Linzer Künstler Charles Kaltenbacher. Mit Motorradfahrern startete er die Arbeit an seiner Choreografie „Streitross Meister der Kurve“. Am Lerngelände des Öamtc wurden verschiedene Figuren gefahren und die Posen aus unterschiedlichen Perspektiven mit Video aufgenommen. Die Fahrer tragen zum Teil traditionellen, mittelalterlichen Harnisch, wodurch die „Streitrösser“ der Gegenwart auch einen symbolischen Bogen zur örtlichen Historie schlagen: Der Name „Marchtrenk“ entstand aus der Zusammensetzung des althochdeutschen Wortes „Marah“ (Streitross) und trenka (Tränke). Kaltenbachers Videos sind als Installation beim Festival der Regionen zu sehen.


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